Die Projektion von Bildern hat sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Früher kam dabei in der Schule oft noch der Dia-Projektor zum Einsatz, heute kann hingegen zu Werbezwecken sogar der Berliner Fernsehturm angestrahlt werden. Der Fernsehturm hat allerdings auch einen Vorteil: Er bewegt sich nicht. Es ist also relativ einfach, ein Bild auf ihn zu projizieren. Deutlich schwieriger ist dies allerdings auf einem beweglichen Untergrund, beispielsweise dem T-Shirt eines tanzenden Partygängers. Wissenschaftlern der Tokio University ist aber genau dies nun gelungen. Sie entwickelten eine Technik, mit der Bilder und Botschaften auch auf einem beweglichen Untergrund zu sehen sind. Anzuwenden wäre die Technologie beispielsweise in der Werbeindustrie.


Das Bild kann ohne Makel für das menschliche Auge projiziert werden

Möglich wurde der Durchbruch, indem die japanischen Forscher zwei Technologien miteinander kombinierten. Zum einen nutzten sie einen DynaFlash-Projektor, der 8-Bit-Bilder mit einer Übertragungsrate von 1000 Frames pro Sekunde und einer Verspätung von nur drei Millisekungen übertragen kann. Auf der anderen Seite kam zudem eine Technologie zum Einsatz, die den beweglichen Untergrund analysiert und die nächsten Bewegungen vorhersagt. Nimmt die neu erfundene Projektionstechnik nun beispielsweise ein T-Shirt ins Visier, kann dort ein Bild aufgetragen werden, ohne dass das menschliche Auge einen Makel erkennt. Eingesetzt werden kann die Technik aber natürlich nicht nur auf Textilien, sondern auch auf Papier oder Aluminium.


Anwendungsmöglichkeiten dürften sich in naher Zukunft ergeben

Aus technischer Sicht stellt die Erfindung der japanischen Wissenschaftler also durchaus einen Durchbruch dar. Die Anwendung ist allerdings noch immer ein bisschen schwierig. Denn dafür muss jedes Mal ein entsprechender Projektor gegenüber der gewünschten Bestrahlungsfläche aufgestellt werden. Für den Einsatz in der Disco ist die Technologie also eher nicht geeignet. Die Erfahrung lehrt aber, dass, wenn eine Technologie einmal verfügbar ist, die Unternehmen schon eine Möglichkeit finden, sie auch anzuwenden. Rein optisch betrachtet ist der Effekt jedenfalls so beeindruckend, dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte bis er großflächig zum Einsatz kommt. Die Wissenschaftler in Japan sind jedenfalls bereits davon überzeugt, eine wichtige Technologie entwickelt zu haben.

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