Der Ölkonzern Shell erzielt jährlich einen Umsatz von mehr als 300 Milliarden Dollar. Doch den Konzernlenkern ist auch bewusst: Ewig wird sich mit dem Verkauf von Öl und Gas wohl kein Geld mehr verdienen lassen. Schon vor einigen Jahren wurde daher die Unternehmenstochter „Shell New Energy“ gegründet. Dies soll zukünftig jährlich eine Milliarde Dollar in Zukäufe im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung investieren. Nun hat der Konzern in Deutschland zugeschlagen: Das Unternehmen übernimmt die aus dem Allgäu stammende Firma Sonnen GmbH. Diese ist auf die Installation von Heimspeichern – etwa für die Besitzer von Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach – spezialisiert und steht damit unter anderem in direkter Konkurrenz zu Teslas Powerwall.


Shell
Foto: Shell

Die Heimspeicher sollen zum Massenprodukt werden

Bisher konnte die Sonnen GmbH weltweit bereits rund 40.000 entsprechende Anlagen installieren und erzielt damit einen hohen zweistelligen Millionenbetrag als Jahresumsatz. Zukünftig sollen beide Werte zudem deutlich zulegen. Die Manager der Sonnen GmbH sehen ihr Produkt zumindest kurz vor dem Eintritt in den Massenmarkt. Dabei helfen soll nun das Geld des Ölkonzerns Shell. Dieser war bereits seit einiger Zeit an dem deutschen Spezialisten beteiligt und gab nun die vollständige Übernahme bekannt. Zumindest zu Beginn sind aus diesem Investment keine großen Gewinne zu erwarten. Im Gegenteil: Bisher verdient die Sonnen GmbH mit der Installation der Heimspeicher noch kein Geld. Die Manager bei Shell scheinen aber überzeugt davon zu sein, dies ändern zu können.

Shell investiert auch in Ladestationen für Elektroautos

Energiespeicher gelten als wichtige Grundlage für den Erfolg der Energiewende. Denn sie können Schwankungen bei der Produktion Erneuerbarer Energien ausgleichen und so für eine konstantere Netzeinspeisung sorgen. Die einzelnen Heimspeicher der Sonnen GmbH sind daher virtuell vernetzt und können bei Bedarf auch Strom aus dem öffentlichen Netz speichern. Gedacht sind sie aber eigentlich, um den auf dem Dach produzierten Solarstrom zu möglichst großen Teilen selbst zu verbrauchen. Dadurch wird der Betrieb einer Solaranlage für Privatbesitzer deutlich lukrativer. Shell hat in der Vergangenheit zudem bereits massiv in den Aufbau von Ladestationen für Elektroautos investiert. Noch aber wird der Großteil des Umsatzes durch fossile Energieträger generiert.


Via: Ars Technica

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