Der Wohnraumbedarf in Deutschland ist groß, die Knappheit hat längst auch die ländlichen Regionen erreicht. Nicht nur kostengünstige Wohnungen sind heiß begehrt, auch Bauplätze, die preiswertes, umweltbewusstes Bauen ermöglichen. Der Ortschaftsrat von Löffingen-Dittishausen im Hochschwarzwald hat den Trend der Zeit erkannt und eröffnet nun ein ganz besonderes Wohngebiet.


Von Ben Chun – <a rel=“nofollow“ class=“external free“ href=“https://www.flickr.com/photos/benchun/3625699371″>https://www.flickr.com/photos/benchun/3625699371</a>, CC BY-SA 2.0, Link

Naturnahes Wohnen mit geringem ökologischen Fußabdruck

In dem geplanten, zwei Hektar großen Baugebiet sollen erstmals in Deutschland Tiny Houses zum dauerhaften Bewohnen zugelassen werden. Bislang gab das keine Bauordnung her, nur der Bau von Ferienhäuschen war zugelassen. Davon machte Löffingen auch bereits Gebrauch, nahe des Waldbads entsteht eine entsprechende Siedlung für Urlauber, die den schönen Schwarzwald genießen möchten. Doch neben den Natur-Touristen gibt es nun einmal immer mehr Menschen, die sich für einen bewussten, reduzierten Lebensstil entscheiden und achtgeben auf ihren ökologischen Fußabdruck. Die Minihäuser mit ihrer begrenzten Wohnfläche entsprechen genau diesem Wunsch, vor allem, wenn sie sich in einem naturnahen Gebiet befinden. Singles und Paare zeigen sich besonders interessiert.

Tiny-Houses sollen am Rand des Siedlungsgebiets liegen

Im Baugebiet Wassersack II werden die Baugrundstücke für Tiny Houses laut Beschluss des Ortschaftsrats wahrscheinlich in der Randzone der Siedlung liegen. Hier müssen sich die kleinen Häuschen nicht gegen die größeren regulären Einfamilienhäuser behaupten. Während der Sitzung kamen Bedenken auf, dass die Bewohner sich irgendwann vergrößern möchten und es dann zu Anbauten kommt, die den ursprünglichen Sinn und Zweck der Tiny-House-Siedlung zunichtemachen. Die Ortsratsmitglieder möchten dieser Entwicklung entgegenwirken, indem sie die Grundstücksgrößen eher klein bemessen, damit keine Carports, Gartenhäuser und Hauserweiterungen aus dem Boden sprießen. Bei Familienvergrößerung wird es damit eher zum Wegzug kommen, und zur Übernahme durch neue Tiny-House-Fans.


Wo ein Trendsetter ist, da gibt es auch immer Nachfolger: Vielleicht erleben wir in nächster Zeit einen Tiny-House-Boom in Deutschland, wenn die konservativen Bauordnungen nach und nach fallen.

Quelle: badische-zeitung.de

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