Der Kreislauf der modernen Fleischwirtschaft scheint wie festzementiert: Massentierhaltung, Schlachttransporte, Fließbandschlachtung … Todespanik bestimmt oft die letzten Minuten eines Rindes in der Großschlachterei. Und das hunderttausendfach am Tag. Wird es uns jemals gelingen, diese Qualen zu beenden? Müssen wir dafür für alle Zeiten auf Fleisch verzichten?


Kühe Metangas
Foto: Curious Cows, Micolo J, Flickr, CC BY-SA 2.0

Ein artgerechtes Leben mit einem humanen Tod

Diese Fragen trieben die Gründer des Netzwerks »Schlachtung mit Achtung« um. Sandra Kopf und Thomas Mayer stammen selbst vom Land und haben ihre persönlichen Erfahrungen mit der Brutalität der Schlacht-Industrie gesammelt. Sie beschlossen, andere Wege zu gehen, nicht den eigenen Fleischgenuss einzustellen, sondern den Nutztieren vom Anfang bis zum Ende mit größtmöglicher Achtung zu begegnen. Auf ein artgerechtes Leben sollte ein humaner Tod folgen, ohne quälend langen Transport und panische Angst.

Hinter dem Produkt »Fleisch« steht immer ein Lebewesen

»Schlachtung mit Achtung« möchte Impulse geben, damit Landwirte umdenken und den Tieren zunehmende Wertschätzung entgegenbringen. Denn hinter dem Produkt Fleisch, wenn es nicht aus dem Labor stammt, steht immer auch ein Lebewesen mit Gefühlen und Lebenswillen. Das Ziel: Alle Beteiligten sollen zusammenarbeiten – Tierhalter, Tierschützer, Verbraucher und Handel –, um das Tierwohl zu mehren. Die Schlachtung soll in gewohnter Umgebung stattfinden, ohne Strapazen und ohne Zwang.


Kein Stress mehr für Tier und Mensch

Das Tier bewegt sich selbständig an den vertrauten Ort, wo das Futter schon wartet, und ahnt nichts von seinem Ende. Während es frisst, setzt der Schlachter den Bolzenschuss zur Betäubung. Die anschließende Schlachtung findet unter hygienischen Bedingungen im Schlachter-Anhänger statt. Diese Vorgehensweise entstresst auch die Menschen, die mit den Tieren arbeiten. Sie müssen keine verängstigten Rinder mehr vor sich hertreiben, die auf Rampen ausrutschen und sich womöglich die Beine brechen. Kurzum: Der Kampf mit dem Tod hat ein Ende. Der Tod aber bleibt.

Quellen: schlachtung-mit-achtung.de, focus.de

 

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