Synthetische Dünger sind nicht unbedingt die beste Wahl für das Ökosystem, aber sie bringen andere Vorteile mit sich, die diesen Nachteil wieder aufwiegen. So können die künstlich hergestellten Dünger nicht nur Farmern helfen, ihre Ausbeute ausreichend zu erhöhen, um von ihrer Farm gut leben zu können, sie können dank neuer Formeln auch unterstützend im Kampf gegen den Klimawandel wirken.


Foto: H.-J. Sydow, gemeinfrei, via Wikimedia Commons

Kunstdünger werden weiterentwickelt

Als die großen Chemie-Unternehmen vor ein paar Jahrzehnten begannen, künstliche Dünger zu vermarkten, war die Methode, diese aufs Feld zu bringen, noch recht archaisch. Farmer gingen nach der „spray and pray“-Methodik vor. Sie versprühten die Dünger auf den Feldern und hofften das beste. In den letzten zwei Jahrzehnten wurden aber Dünger entwickelt, die ihre Wirkstoffe kontrolliert an die Umgebung abgeben und so nicht nur besser für die Pflanzen, sondern auch für den Planeten sind.

Sogenannte „controlled release“-Dünger enthalten Nährstoffe in Kapseln, die ihren Inhalt kontrolliert und langsam wieder abgeben. So haben die Pflanzen deutlich mehr Zeit, die Nährstoffe aufzunehmen, da diese nicht alle zur gleichen Zeit bereitstehen. In den letzten Jahren wurden diese Dünger sogar noch smarter. Es gibt inzwischen Varianten, die die Nährstoffe in Intervallen abhängig vom Zustand des Bodens abgeben – etwa abhängig von der Temperatur, des pH-Werts oder der Feuchtigkeit der Erde.


Smarte Dünger sind gut fürs Klima

Kombiniert man derartige Dünger mit modernen Methoden wie GPS-Sensoren, Kartierung der Qualität der Muttererde und künstlicher Intelligenz, so lassen sich daraus Präzisions-Farming-Methoden entwickeln, die sowohl die Farmer als auch die Ökosysteme entlasten.

In einer kürzlich durchgeführten Studie der Michigan State University kam heraus, dass Smart-Dünger außerdem auch für den Planeten vorteilhaft sind. Ihr Einsatz könnte weltweit zu einer Emissionsminderung von 6,8 Millionen Tonnen CO2 führen. Das entspricht etwa dem jährlichen Ausstoß von 1,5 Millionen Autos.

Die in der Studie untersuchte Technologie identifiziert die produktivsten Landstriche einer Farm. Dabei werden Daten der bisherigen Ausbeute sowie des Düngereinsatzes verwendet. So können Farmer den Anbau konzentriert durchführen und so die Menge des eingesetzten Düngers minimieren.

Die Forscher schlugen außerdem vor, dass die Farmer die unproduktiven Teile ihres Landes in wilde Areale verwandeln könnten, um etwa wichtigen Insekten wie den Honigbienen mehr Lebensraum zu bieten.

via Scientific American

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