Dass Elon Musk gerne einmal große Visionen verkündet, ist keine Neuigkeit. In der Vergangenheit konnte er diese aber nicht immer mit Leben füllen. Dies gilt sowohl für seine Tätigkeit bei dem Elektroautopionier Tesla als auch für sein Weltraum-Engagement mit SpaceX. Es ist daher nicht völlig überraschend, dass auch seine Pläne für eine menschliche Kolonie auf dem Mars von vielen Beobachtern eher skeptisch gesehen werden. Neben vielen technischen Fragen steht dabei vor allem die geplante Finanzierung im Mittelpunkt des Interesses. Tatsächlich könnte mit dem Start der beiden Raketen-Prototypen Microsat 2a und Microsat 2b in dieser Woche ein wichtiger Schritt hin zu einer dauerhaften Einnahmequelle gelungen sein – von der später in erster Linie das Marsprojekt profitieren soll.


Falcon 9 Start
Foto: Falcon 9 Launch 2, Stuart Rankin, Flickr, CC BY-SA 2.0

Von den Satelliten sollen Daten auf die Erde übertragen werden

Interessant ist vor allem die Technik, die in den beiden Mini-Satelliten verbaut wurde: Das sogenannte Ku-Band soll eine Kommunikation mit Stationen auf der Erde ermöglichen, die gleichzeitig stabil und energiesparend ist. Um diesen Ansatz unter realen Bedingungen zu testen, sollen die Satelliten unter anderem Kontakt zu einer Bodenstation in der Nähe des SpaceX-Hauptquartiers in Freemont aufnehmen. Zusätzlich ist auch geplant, zu schauen, ob auch Daten zu mobilen Empfangsstationen übertragen werden können. Doch wozu soll diese Technologie später einmal genutzt werden? Die Antwort ist simpel: Musk will mit tausenden kleinen Satelliten eine Internetversorgung aus dem Weltall sicherstellen. Mit den Einnahmen soll dann die erste Stadt auf dem Mars errichtet werden.

Das Internet soll zukünftig Milliardeneinnahmen generieren

Schaut man sich die Zukunftspläne von SpaceX genauer an, wird man schnell feststellen, dass der Transport von Waren und Menschen ins Weltall zukünftig nur noch einen Teil des Geschäfts darstellen soll. Daneben wird vor allem mit dem Internet aus dem All als zweite große Einnahmequelle kalkuliert. Die Marsmission selbst wiederum wird in den ersten Jahren und Jahrzehnten vermutlich nur Verluste einfahren. Umso wichtiger wird sein, dass sich die prognostizierten Einnahmen aus dem Internetgeschäft auch tatsächlich realisieren lassen. Eine gewisse Skepsis ist in diesem Punkt durchaus angebracht. Immerhin ist SpaceX nicht die einzige Firma, die auf das Internet per Satellit setzt. Als stärkster Wettbewerber hat sich aktuell die Firma OneWeb herauskristallisiert.


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