Der Strombedarf schnellt gewaltig nach oben, wenn die KI ins Spiel kommt: Die Anwendungen haben einen enormen Energiehunger, und der muss gestillt werden, um bei dieser Technologien Schritt zu halten. Google hat das erkannt und überlegt nun, die Solarkraft intensiver für seine Rechenzentren zu nutzen – und deshalb die Module in den Orbit zu befördern. Google plant Rechenzentren im Orbit Relativity Space nimmt das Jahr 2027 ins Visier Schon 2027 sollen die ersten Google-Serverstationen auf Reisen gehen, in eine Umlaufbahn im niedrigen Orbit. Sie sollen mit großen Solarpaneelen gerüstet sein, um möglichst viel Sonnenlicht einzufangen und so rund um die Uhr grüne Energie zu haben. Der ehemalige Google-CEO Eric Schmidt hatte schon im Frühjahr 2025 von dieser Lösung gesprochen, jetzt, nicht einmal ein Jahr später, nimmt das Projekt konkrete Formen an. Das Raumfahrtunternehmen Relativity Space macht sich an die Arbeit, damit aus Worten bald schon Wirklichkeit wird. Das neu ins Leben gerufen Forschungsprojekt trägt den Namen »Suncatcher«. Trotz steigenden Energiehungers soll damit die Umweltbelastung durch KI deutlich sinken. Der neue Google-CEO Sundar Pichai bekräftigt den ehrgeizigen, engen Zeitplan. Schließlich steht das Unternehmen im weltweiten Wettbewerb und möchte so früh möglich mit der neuen Technologie am Start sein. Pichai erklärt dazu: »Wir machen 2027 unseren ersten Schritt. Wir schicken winzige, winzige Maschinenracks, bringen sie in Satelliten unter, testen sie dort und skalieren anschließend weiter.« In rund zehn Jahren, so prophezeit der Konzernleiter, wird es ganz normal sein, »größere Rechenzentren außerhalb der Erde zu betreiben.« Energieagentur prophezeit Revival der Atomkraft Nicht nur die künstliche Intelligenz, auch Wärmepumpen, Elektroautos und andere energieintensive Techniken fordern Strom, Strom, Strom. Darum sagt die Internationale Energieagentur das Revival der Atomkraft voraus – und das ist überhaupt nicht weit hergeholt. Google baut schon jetzt parallel zum Weltraumprojekt sein irdisches Energiekonzept teils atomar aus. Auch Meta und Amazon setzen zunehmend auf die Kraft der Atomspaltung. Die drei Top-Konzerne fordern eine Verdreifachung der Atomkapazität bis 2050. Wer die Energie besitzt, wird den Wettlauf für sich entscheiden. Quelle: forschung-und-wissen.de Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter