Viele asiatische Gerichte werden traditionell mit ordentlich Chili gewürzt. Dies verleiht dem Essen aber nicht nur eine besondere Note, sondern wirkt sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Dies ist zumindest das Ergebnis einer Studie der „Tulane University“ aus New Orleans in den Vereinigten Staaten. Demnach lag die Wahrscheinlichkeit eines frühzeitigen Todes in der Gruppe der täglichen Chili-Esser immerhin um 14 Prozent niedriger als bei den Personen, die weniger als einmal die Woche Chili aßen. Positive Effekte ließen sich aber auch schon bei einem geringeren Chili-Konsum nachweisen. Ein bis zweimal die Woche mit Chili gewürztes Essen zu verspeisen, reicht demnach aus, um gesundheitlich zu profitieren.


Eine Frau erntet rote Chilischoten
Zwei Frauen bei der Chiliernte in Osttimor. Foto: By Dean Sewell/Oculi/Agence Vu for WaterAid. [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Der natürliche Inhaltsstoff Capsaicin hemmt den Appetit

Durchgeführt wurde die Studie von Dr. Lu Qi an insgesamt 500.000 Chinesen im Alter von über sieben Jahren. Der positive Effekt des Chilis ließ sich dabei zweifelsfrei nachweisen, es wurde aber nicht näher untersucht, weshalb dieser entsteht. Vermutet wird, dass zumindest ein Teil durch das natürlich im Chili vorkommenende Capsaicin entsteht. Dieser Inhaltsstoff hemmt den Appetit und verhindert so Übergewicht und daraus resultierende gesundheitliche Probleme. Wie die Chili dabei verarbeitet wird spielt keine Rolle. Es kann in Soßen oder auch direkt als Gewürz aufgenommen werden. Nicht untersucht wurden allerdings andere scharfe Gewürze wie schwarzer Pfeffer oder Meerrettich.

Chilisauce erfreut sich in den USA zunehmender Beliebtheit

Dr. Qi vermutet dort aber ein ähnliches Potential und verweist auf erste Daten aus anderen Studien. Scharfes Essen erfreut sich auch in den westlichen Ländern zunehmender Beliebtheit. So zeigen Marktforschungsergebnisse beispielsweise, dass Chilisauce in den Vereinigten Staaten immer beliebter wird. Weitere Studien müssen nun zeigen, ob regelmäßiger Chilikonsum auch in westlichen Ländern die Lebenserwartung erhöht. Zudem werden die Forscher versuchen, herauszufiltern, weshalb Chili im Essen diese positive Wirkung hat. Die Erkenntnisse könnten dann beispielsweise bei der Entwicklung von Medikamenten oder speziellen Diäten helfen.


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