Über die Gesundheitsgefahren von E-Zigaretten gibt es unterschiedliche Ansichten. Dies verwundert nicht wirklich. Denn während klassische Zigaretten bereits seit Ewigkeiten konsumiert werden und dementsprechend viele Langzeitstudien verfügbar sind, sind elektronische Zigaretten noch ein vergleichsweise neues Phänomen. Ein wissenschaftlicher Konsens über die gesundheitlichen Auswirkungen konnte daher bisher noch nicht erzielt werden. Umstritten ist daher, ob Rauchverbote auch für E-Zigaretten gelten oder nur, wenn tatsächlich auch eine Rauchentwicklung stattfindet, weil Tabak verbrannt wird. Die Waliser Regierung möchte zumindest in dieser Frage nun Klarheit schaffen: Ein Gesetzentwurf sieht vor, den Genuss von E-Zigaretten in öffentlichen Einrichtungen zu untersagen.


e-zigarette

Auch Belgien und Spanien haben Verbote erlassen

Der walisische Gesundheitsminister Professor Mark Drakeford ist sich der dünnen Datenbasis dabei durchaus bewusst, argumentiert aber mit einer vorsorgenden Gesundheitsfürsorge: „Dies ist kein Gebiet, indem man darauf warten sollte, dass ein tatsächlich angerichteter Schaden nachgewiesen werden konnte. Wir müssen jetzt Maßnahmen ergreifen, um die Möglichkeit von Schädigungen zu unterbinden“, so der Politiker. Wales würde damit innerhalb Großbritanniens eine Sonderrolle einnehmen. Aus den anderen Teilen des Vereinigten Königreichs sind jedenfalls bisher keine entsprechenden Verbotspläne bekannt. Ganz unbekanntes Terrain betreten die Waliser allerdings auch nicht. Spanien und Belgien haben bereits ähnliche Verbote erlassen.


Gesundheitsorganisationen sind skeptisch

Die Pläne des Waliser Ministers werden allerdings nicht nur von der Waliser Opposition kritisch gesehen, sondern auch von Gesundheitsorganisationen mit Skepsis betrachtet. Dabei werden im Wesentlichen drei Argumente vorgebracht. Die dünne Datenbasis über mögliche Gesundheitsschädigungen, der Nutzen der E-Zigarette bei der Entwöhnung von klassischen Zigaretten und die fehlende Gefahr des Passivrauchens. So verweist die „British Heart Foundation“ darauf, dass die Rauchverbote explizit mit der Gesundheitsgefährdung für passiv Rauchende begründet wurden. Eine entsprechende Argumentation sei bei E-Zigaretten nicht möglich.

Eine konkrete Gefährdung durch E-Zigaretten besteht allerdings, wenn man diese mit dem falschen Ladegerät verbindet. Großbritanniens Feuerwehr hatte bereits im vergangenen Jahr davor gewarnt, dass die elektrischen Zigaretten dann explodieren können.

Via: DigitalJournal

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