Chinas stark wachsende Wirtschaft benötigt auch immer mehr Energie. Eine gewisse Zeitlang hat die chinesische Regierung daher vor allem neue Kohlekraftwerke errichten lassen. Doch inzwischen gehört das Land auch zu den größten Produzenten von Erneuerbaren Energien. Dazu beigetragen haben dürfte neben der Angst vor dem Klimawandel vor allem auch die starke Smogentwicklung, die in vielen chinesischen Großstädten zu beobachten war. China ist dabei nicht das einzige Land, was diese Entwicklung durchlaufen hat – auch weltweit werden immer weniger neue Kohlekraftwerke geplant. Die staatliche chinesische National Energy Administration hat nun die geplanten Investitionen für den Zeitraum 2016 bis 2020 veröffentlicht. Die beeindruckende Zahl: Das Land wird rund 174 Milliarden Dollar in neue Projekte im Bereich der Wind- und Wasserkraft investieren.


Flagge China
Foto: Alexander Trisko

Durch neue Windräder werden 380 Millionen Tonnen CO2 eingespart

Etwas mehr als einhundert Milliarden Dollar fließen dabei in neue Windkraftanlagen. Schon heute besitzt das Land in diesem Bereich weltweit die höchsten Zuwachsraten. So installiert China rein rechnerisch pro Stunde irgendwo zwei neue Windräder. Der Plan sieht dabei vor, bis zum Jahr 2020 die Kapazitäten der Windkraftanlagen auf 250 Gigawatt zu erhöhen. Im vergangenen Jahr kam die Windkraft hingegen noch auf eine Kapazität von lediglich 145 Gigawatt. Von den Investitionen in die Windkraft soll dabei auch das Klima profitieren. Die Beamten haben ausgerechnet, dass durch die neuen Projekte insgesamt 380 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden können.

Die Erneuerbaren Energien stellen eine Belastung für das Stromnetz dar

Zusätzlich sollen 300.000 neue Arbeitsplätze generiert werden, so dass die Investitionen auch eine soziale Komponente haben. Neben der Wind- und Wasserkraft setzt China zudem auch auf andere Formen der nachhaltigen Energieerzeugung. So baute das Land in der Wüste Gobi eines der größten Solarkraftwerke der Welt. Allerdings spielt in den Plänen der chinesischen Regierung auch die Atomkraft weiterhin eine tragende Rolle. Diese soll ebenfalls mit Milliardeninvestitionen ausgebaut werden. Die chinesische Regierung sieht sich zudem aktuell immer wieder Kritik gegenüber, weil die neuen Energieprojekte teilweise zu einer Überlastung der Stromnetze führen. Auch in diesem Bereich dürften also noch enorme Investitionen nötig sein.


Via: Businessgreen

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