Bitcoin Cash ist eine vergleichsweise junge Cryptowährung und existiert in seiner heutigen Form seit dem 01. August 2017. Faktisch handelt es sich um eine Abspaltung der populären Bitcoin-Währung. Sie basiert also ebenfalls auf der Blockchain-Technologie. Bis zur Abspaltung nutzten Bitcoin und Bitcoin Cash dieselbe Blockchain, seitdem werden die jeweiligen Hauptbücher aber unabhängig voneinander fortgeführt. Ziel der neuen Währung ist es, schnellere Transaktionen zu ermöglichen und die Kosten pro Zahlungsvorgang zu verringern. Hinter Bitcoin Cash steht ein Teil der ehemaligen Bitcoin-Community, der mit der Entwicklung der Original-Währung nicht mehr einverstanden war. Zu den bekanntesten Unterstützern gehören der Investor Roger Ver und der Unternehmer Calvin Ayre.


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Das Problem mit den konventionellen Bitcoins

Wie der Name es bereits andeutet, besteht die Blockchain aus vielen verschiedenen Blöcken. In diesen werden jeweils die verschiedenen Transaktionen zusammengefasst und verifiziert. Anschließend wird der neue Block der Blockchain hinzugefügt. Erst mit diesem Schritt ist eine Transaktion abgeschlossen. Beim klassischen Bitcoin ist vorgesehen, dass alle zehn Minuten ein neuer Abschnitt hinzugefügt wird. Das Problem allerdings: Bei der Gründung der Währung wurde ein Limit von 1 MB pro Block festgelegt. Die Maßnahme sollte vor Manipulationen schützen, sorgte mit zunehmender Popularität aber für Probleme. Denn immer öfter gab es mehr Transaktionen als in einem solchen Block zusammengefasst werden konnten. Tatsächlich geht die Zahl der noch nicht verifizierten Bitcoin-Zahlungen in den sechsstelligen Bereich. Dies hat zwei Folgen: Die einzelnen Transaktionen dauern länger und werden teurer – weil Nutzer mit hohen Transaktionsgebühren versuchen, eher an die Reihe zu kommen.


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Die Lösung von Bitcoin Cash

Die grundsätzliche Problematik wurde von allen Beteiligten auch anerkannt. Über die Lösung wurde allerdings teilweise heftig gestritten. Letztlich kam es dann zur Spaltung der Währung. Seitdem existiert Bitcoin Cash. Bei der neuen Cryptowährung wurde die Blockgröße zunächst auf 8 MB erhöht. Rein technisch kann diese Marke aber zukünftig auch relativ problemlos weiter erhöht werden. Dadurch ist es möglich, deutlich niedrigere Transaktionsgebühren zu verlangen. Unterstützer sehen Bitcoin Cash daher als richtige Währung und Zahlungsmittel an, während der originale Bitcoin eher als eine Art virtuelles Geld betreachtet wird: Er dient also zur Vermögensanlage, kann aber nur vergleichsweise schwer gehandelt werden. Allerdings sind bei weitem nicht alle Bitcoin-Besitzer dieser Argumentation gefolgt.

Bitcoin Cash bei Coinbase

Eine Cryptowährung kann zudem technisch noch so ausgereift sein, sie wird aber nicht erfolgreich sein, wenn sie nicht auch von den verschiedenen Marktplätzen akzeptiert wird. So gesehen war es bereits ein gutes Zeichen, dass Coinbase im Dezember vergangenen Jahres den Handel mit Bitcoin Cash eröffnete. Was dann folgte, zeigt das Potential der Abspaltung: Innerhalb kürzester Zeit musste der Handel wieder ausgesetzt werden, weil zu viele Leute Bitcoin Cash kaufen wollten. Kurioser Nebeneffekt: Zeitweise stieg der Kurs bei Coinbase auf das Dreifache des Werts auf anderen Plattformen. Inzwischen hat sich die Situation aber wieder normalisiert, wobei Bitcoin Cash nun davon profitiert, auf dem populären Marktplatz erhältlich zu sein.

Die Kursentwicklung von Bitcoin Cash verläuft wechselhaft

Nicht anders als auch beim konventionellen Bitcoin müssen Investoren bei Bitcoin Cash mit stark schwankenden Kursen rechnen. Inzwischen scheint sich aber ein gewisses Grundniveau etabliert zu haben. So befand sich der Wert in den ersten drei Monaten nach der Abspaltung noch im unteren dreistelligen Bereich. Gegen Ende des Jahres setzte dann allerdings eine Kursrallye ein, die mit dem Start des Handels bei Coinbase ihren Höhepunkt erreichte. Damals stieg der Kurs auf mehr als 3.000 Euro. Aktuell liegt er knapp unterhalb der Marke von 2.000 Euro – was einem Anstieg von 437 Prozent gegenüber dem Gründungswert entspricht. Wie immer bei Cryptowährungen gilt aber: Es handelt sich um ein hochspekulatives Investment. Die Kursentwicklung der Zukunft kann niemand prognostizieren.

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