Wahrscheinlich ist es noch zu früh, zuzugreifen, weil Preis und Leistung noch nicht ganz ausgewogen sind. Oder würdest du 8.000 Dollar für einen Roboter bezahlen, der bei dir »Reinschiff« macht, aber hin und wieder ferngesteuerte Unterstützung braucht? Ab welchem Preis lohnt sich überhaupt so ein Haushaltsroboter, wenn er vollkommen selbständig arbeitet? Wird jede Familie irgendwann so einen haben – oder bleibt der Android fürs Wäschefalten ein Luxusobjekt? Fragen über Fragen. Wir schauen uns an eines der neusten Modelle an.


Der Issac 1 in Wartestellung / Foto: Weave Robotics

Hersteller an Funktionen und Optik gefeilt

Der Isaac 1 von Weaves Robotics ist der Nachfolger des Isaac 0 und kann endlich mehr als nur die Kleidung ordentlich zu falten. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger macht er auf Wunsch das Bett und räumt das Wohnzimmer auf; außerdem hat der Hersteller an der »niedlichen« Optik gefeilt. Zwischen den beiden Varianten liegen nur fünf Monate. Daran wird deutlich, wie schnell die Entwicklung voranschreiten kann. Der Rumpf steht auf einer teleskopierbaren Basis, die je nach benötigter Arbeitshöhe zwischen 90 cm und 1,75 m rangiert. So bewegt sich das Gerät durch die Wohnung und tut, was getan werden muss.

Bei Problemen greift ein Mensch aus der Ferne ein

Falls der Roboter mal ins Stocken gerät, soll per Fernzugriff über Kameras menschliche Hilfe erfolgen – und an diesem Punkt hört es für viele potenzielle Interessenten auf. Denn damit hat ein fremder Mensch die Möglichkeit, einen Blick in die privaten Räume zu werfen, wenn auch mit stark eingeschränktem Sichtfeld. Bei Nichtbenutzung deaktivieren sich die Kameras immerhin gleich mit. Regelmäßige Firmware-Updates sollen den Androiden kontinuierlich verbessern, bis hoffentlich zur vollständigen Autonomie. Ob es sich lohnt, für die Aussicht, nie wieder Shirts falten und das Bett machen zu müssen, einmalige 8.000 Dollar hinzulegen? Oder alternativ im Abomodell 449 Dollar pro Monat zu zahlen?


Ab Herbst 2026 wird sich zeigen, wie groß das Interesse wirklich ist. Dann beginnen die Auslieferungen zuerst in Kalifornien, anschließend wohl auch in andere Bundesstaaten und Länder. Für eine Anzahlung von 250 Dollar sind jetzt schon Reservierungen möglich.

Quelle: newatlas.com

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