Die EU geht immer härter gegen Plastikmüll vor. Mittlerweile ist es schon fast fünf Jahre her, dass wir uns von den Plastikstrohhalmen trennen mussten. Seit dem 3. Juli 2021 sind Produktion und Verkauf der Trinkhalme aus Kunststoff gemäß EU-Richtlinie für Einwegkunststoffe innerhalb der EU-Länder untersagt. Aber nicht nur das: Auch das klassische Einweggeschirr ebenso wie das zugehörige Plastikbesteck, die Kunststoff-Rührstäbchen, Wattestäbchen und To-Go-Becher aus Styropor sind seither aus unserem Leben verschwunden. Am 12. August 2026 folgt die nächste Welle. Kleine Einwegverpackungen sind bald in der EU verboten Ab 2030 verschwinden Kleinstpackungen aus der Vor-Ort-Gastro Die neue Verpackungsordnung der EU tritt zu dem genannten Datum in Kraft. Gemäß dieser Regelung sollen verschiedene weitere kleine Wegwerfverpackungen aus Kunststoff ab 2030 aus dem Umlauf verschwinden – allesamt betreffen sie die Gastronomie. Es sind die kleinen Beutel mit Ketchup, Senf und Mayonnaise, die Röhrchen mit Zucker und die Döschen mit Kaffeesahne, die nun aus Cafés, Hotel und Restaurants zum Vor-Ort-Verzehr vollkommen verschwinden sollen. Die Maßnahme soll das Wachstum der Abfallberge und die Verschmutzung der Umwelt stoppen. Die genannten Einwegkunststoff-Verpackungen haben eine enorm kurze Lebensdauer und dienen nur dem Augenblick, bis sie auf dem Müll landen: Das nennt sich »stark negative Umweltbilanz«, und zwar auch wegen der schweren Recyclebarkeit. Die meisten Produkte dieser Art bestehen nämlich auf komplexem Mehrschichtmaterial, das sich nur schwer wieder lösen lässt. Der Außer-Haus-Verkauf ist vom Gesetz nicht betroffen Der Außer-Haus-Verkauf wie der Coffee to go, Drive-in-Angebote und andere verpackte Mahlzeiten werden vom neuen Gesetz nicht betroffen sein. Hier darf der Gastronomiebetrieb weiterhin das Kaffeesahnedöschen und die Mayo-Tüte mitgeben. In Pflegeheimen und Krankenhäusern sowie anderen medizinischen Einrichtungen gilt die Hygiene als höchstes Gut – die Kleinverpackungen gehören hier deshalb auch über 2030 hinaus zum Programm dazu. Wer seine Pommes aber direkt an der Bude im Biergarten isst, muss sich dann wohl am Ketchup-Spender oder der großen Tube bedienen. Was in alten Zeiten möglich war, wird sicher heute wieder gehen. Quelle: spiegel.de Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter