Die Anlaufgeschwindigkeit dieser Windturbine ist enorm niedrig: Sie legt bereits mit der Stromerzeugung los, wenn nur ein laues Lüftchen von nur 3 m/s weht. Ihr Gewicht liegt bei rund einem Kilo und zusammengeklappt passt das Gerät in einen größeren Rucksack. Wenn die Sonne unterwegs nicht scheint, gucken mit PV ausgerüstete Camper hiermit nicht mehr in die Röhre – falls das System ordentlich funktioniert. Bislang ist die Ventyra R1 zur mobilen Stromversorgung allerdings nur per Crowdfunding über Kickstarter zu haben. Aber eine interessante Grundidee scheint sie allemal.


Der mobile Windgenerator von Ventyra – Foto: Ventyra / Kickstarter

Erster nutzbarer Kleinwindgenerator für unterwegs?

Das Start-up namens Ventyra stammt aus Denver und hat sich zum Ziel gesetzt, auf Reisen die Solarlücke zu schließen. Kleinwindgeneratoren sind natürlich keine vollkommene Neuheit, aber so richtig »zum Mitnehmen« gibt es eigentlich nichts auf dem Markt. Schwere Montagepfosten und komplizierte externe Laderegler machen es schwer, solche Geräte tatsächlich zu transportieren und unterwegs zu nutzen. Diese neue Version wiegt nur 1 kg, hat ein klappbares Stativ und eine vierblättrige Turbine, die sich mit zusammenfalten lässt. Die Blätter klappen nach innen flach an das Generatorgehäuse. Langwierig herumschrauben muss man daran zum Glück nicht – und damit gibt es auch keine kleinen Teile zum Verlieren.

Turbine richtet sich selbständig aus

Im aufgestellten und aktivierten Zustand richtet sich die Turbine selbständig nach der aktuellen Windrichtung aus. Die Spitzenleistung liegt immerhin bei 75 Watt. Der Strom wird über ein XT-60-Kabel in einen Power-Hub geleitet, der bislang nicht im Lieferumfang enthalten ist. Dieses Gerät verfügt über Standard-USB-Anschlüsse, um Powerbank, Smartphone und Co. zu versorgen. Was fehlt, ist die Wasserdichtigkeitszertifizierung, die hoffentlich noch nachgeholt wird. Denn wo Wind ist, da kommt oft genug auch Regen. Derzeit muss die Mini-Anlage ab ins Trockene, sobald die Tropfen vom Himmel fallen. Auch die Windturbulenzen in Bodennähe könnten zum Problem werden, nicht nur, um eine einigermaßen konstante Leistung zu erzeugen, sondern auch, damit das Gerät sich nicht bei der nächsten Böe auf und davon macht.


Zuletzt lag der Early-Bird-Preis auf Kickstarter bei 179 Dollar, was vielleicht zum Ausprobieren noch leistbar ist.Der voraussichtliche Verkaufspreis soll etwa 40 Prozent höher liegen. Vollständig finanziert ist das Projekt bereits, der Versand soll ab Dezember 2026 starten. Mal sehen, was aus der portablen Windenergie wird.

Quelle: newatlas.com 

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