Volkswagen setzt so konsequent wie kein anderer deutscher Autobauer auf die Elektrifizierung des Straßenverkehrs. Mit dem VW ID.3 soll in naher Zukunft sogar ein Elektroauto für unter 30.000 Euro auf den Markt kommen. Zahlreiche Studien haben aber gezeigt, dass die Entscheidung für oder gegen ein Fahrzeug mit Elektromotor keineswegs nur vom Preis abhängt. Vielmehr verweisen viele potentielle Käufer auch auf die bisher nur mangelhaft ausgebaute Infrastruktur. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Volkswagen auch in diesem Bereich viele Anstrengungen unternimmt. Ein Beispiel dafür: Der Konzern hat einen mobilen und autonomen Laderoboter entwickelt, der beispielsweise in Parkhäusern stets für volle Batterien in den parkenden Autos sorgen könnte.


Bild: Volkswagen

Der Roboter wird per App zum Einsatz gerufen

Grundsätzlich besteht die Idee dahinter zunächst einmal darin, nicht jeden einzelnen Parkplatz mit einer Ladestation auszustatten. Dies soll die Kosten niedrig halten. Stattdessen werden einzelne Batterien zentral an einem Ort aufgeladen, wie dies beispielsweise auch mit den Akkus von Gabelstaplern in vielen Lagerhallen passiert. Dort allerdings muss der Fahrer den Akku im Bedarfsfall von Hand austauschen. Dies ist bei den deutlich schwereren Batterien von Elektroautos keine Option. Stattdessen hat sich Volkswagen eine clevere Alternative einfallen lassen. So kann der Fahrer die Aufladung des Fahrzeugs per App in die Wege leiten. Anschließend macht sich ein autonomer Roboter auf den Weg, schnappt sich eine der Batterien und fährt diese zum Zielauto.

Das System ist unter anderem für Parkhäuser gedacht

Dort verbindet er dann per Stecker den geladenen Akku mit dem Fahrzeug und startet so den Ladevorgang. Nach dessen Abschluss verläuft der Vorgang dann in umgekehrter Reihenfolge: Der Roboter zieht den Stecker, bringt die Batterie zurück zur Ladestation und schließt diese dort wieder an. Im besten Fall muss der Fahrer des Autos also nicht mehr machen, als einen Knopf auf dem Smartphone zu drücken. Grundsätzlich ist das System daher gut geeignet, um auf Flächen mit vielen Stellplätzen auf wenig Raum eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. Noch ist aber unklar, wann die ersten Kunden den Service tatsächlich nutzen können werden. Denn bisher hat Volkswagen noch keinen Termin für eine erste öffentliche Installation bekannt gegeben.


Via: Electrek

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