Weltweit intensivieren immer mehr Staaten und Firmen den Ausbau der Solarenergie. Konkret bedeutet dies aktuell, dass neue Flächen zur Installation von Solarmodulen genutzt werden. Theoretisch lässt sich die Energiegewinnung durch Solarkraft aber auch steigern, indem man die Effizienz der Photovoltaikzellen steigert. Denn bisher können Solaranlagen nur einen Teil des eintreffenden Sonnenlichts auch tatsächlich in Energie verwandeln. Neuere Module erreichen dabei einen Effizienzgrad von rund dreißig Prozent – allerdings auch nur unter optimalen Bedingungen. Israelische Forscher der University of Haifa konnten nun aber die Effizienz von Photovoltaikzellen um siebzig Prozent steigern. Mit Hilfe dieser neuen Technologie wird dann immerhin rund die Hälfte des eintreffenden Lichts verarbeitet.


Bild: Technion
Bild: Technion

Ein doppelter Effekt sorgt für die Effizienzsteigerung

Möglich wird dies, weil Solarmodule bisher nur ein bestimmtes Spektrum der Sonnenstrahlung in Energie verwandeln können. Der Rest des Sonnenlichts hingegen bleibt nicht nur ungenutzt, sondern heizt die Zellen auch noch auf – was die Effizienz wiederum weiter verringert. Die Forscher haben nun aber ein Material entwickelt, dass die eintreffenden Sonnenstrahlen bündelt und so umwandelt, dass ein deutlich größerer Teil verwertet werden kann. Positiver Nebeneffekt: Auch die Hitzeentwicklung entsteht bereits, bevor das Licht auf die Solarzellen trifft und kann ebenfalls genutzt werden. Beide Effekte tragen zu der gewünschten Effizienzsteigerung bei und könnten zukünftig dafür sorgen, dass Solarenergie noch deutlich wirtschaftlicher wird als sie heute schon ist.

In fünf Jahren soll ein marktreifes Produkt entstehen

Bisher handelt es sich allerdings noch um eine reine Laborentwicklung, die im Rahmen einer Doktorarbeit entstanden ist. Tests unter realen Bedingungen stehen daher noch aus. Die beteiligten Wissenschaftler gehen daher aktuell nicht davon aus, bereits zeitnah ein marktreifes Produkt präsentieren zu können. Vielmehr soll die Technologie zunächst weiterentwickelt und verfeinert werden. In rund fünf Jahren könnten dann die ersten Modelle tatsächlich Marktreife erlangt haben. Israel als sehr sonnenreiches Land eignet sich dabei grundsätzlich gut für den Einsatz von Solaranlagen. Besonders interessant: Auch die Entsalzungsanlagen des Landes arbeiten zunehmend mit der sauberen Energie der Sonne.


Via: Inhabitat

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1 Kommentar

  1. Achmed Khammas

    30. November 2016 at 13:29

    Leider- wie so häufig bei Meldungen aus Israel – äußerst dürftig von technischen Inhalt her. Weder wird die grundlegende Zell-Chemie genannt – noch, wie diese behaupete Steigerung von 70 % (relativ zu WAS??) überhaupt zustande kommt. Daß dies durch Nutzung von Wärme geschieht erklärt dabei gar nichts.

    Auf Artikel mit einem derartig dünnen Informationsgehalt könnte man eigentlich auch verzichten…

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