Dieser Traum ist lebendiger denn je: das Hamsterrad endlich zu verlassen, sich wieder der Natur anzunähern und die eigenen Lebensmittel zu produzieren. Nicht mehr tagtäglich im Büro sitzen, sondern wieder Herr über die eigene Zeit und damit auch über das eigene Leben zu sein. Wir gehen der Frage auf den Grund, welchen Beitrag die Selbstversorgung dazu leisten kann.


Der Grünkohl ist reif, ab in den Kochtopf! / Foto: Yvonne Salmen

Eine gesunde Ernährung vom Beet direkt auf den Teller

Natürlich artet es ganz gewiss auch in Arbeit aus, den eigenen Garten zu bewirtschaften und damit die ganze Familie bestmöglich zu versorgen. Doch es ist eine andere Art von Arbeit, naturnah und absolut sinnvoll. Außerdem springt dabei etwas heraus, das in unserer modernen Welt kaum noch zu finden ist: eine gesunde Ernährung aus frischen, ungespritzten Lebensmitteln, direkt vom Beet auf den Teller! Gerade junge Familien, die ihre Kinder nicht mit dem Fraß aus den Supermärkten überhäufen möchten, finden diese Vorstellung oft sehr verlockend. Tatsächlich lässt sich per Selbstversorgung auch einiges an Geld sparen, Monat für Monat, sodass damit eine Arbeitszeitverkürzung finanziell machbar werden könnte.

Einsparpotential pro Familie: etwa 4.800 Euro pro Jahr

Wie viel Geld ein Haushalt jeden Monat für Lebensmittel ausgibt, hängt ganz von seinen individuellen Bedürfnissen und dem Einkaufsverhalten ab. Einige Singles geben an, mit 80 Euro pro Monat klarzukommen, andere wiederum benötigen 200 Euro oder mehr. Eine vierköpfige Familie wird sicherlich im Normallfall nicht unter 500 Euro pro Monat in den Lebensmittelgeschäften lassen – und das ist immerhin schon ein ganz schöner Haufen Geld. Betrachtet man die Tatsache, dass sich nicht immer wirklich alles im eigenen Garten anbauen lässt, kommt ein Einsparpotential von vielleicht 400 Euro pro Monat je Familie heraus – das läppert sich im Jahr immerhin auf 4.800 Euro. Vorausgesetzt natürlich, die betreffenden Personen haben gelernt, wie die Selbstversorgung auch in der kalten Jahreszeit funktioniert, zum Beispiel mit eingekochten Speisen und Wintergemüse.


So rückt der Sprung aus dem Hamsterrad in greifbare Nähe

4.800 Euro Ersparnis pro Jahr bieten sicher noch längst nicht genügend Grund, den Job komplett an den Nagel zu hängen. Doch ergibt sich damit durchaus Luft für eine Stundenverkürzung, die dem eigenen Wohlbefinden und der Familie zugutekommt. Und wenn dann noch auf anderen Gebieten, zum Beispiel bei der Wasser- und Energieversorgung, ein hoher Autarkiegrad erreicht wird, rückt der beherzte Sprung aus dem Hamsterrad schon in greifbare Nähe! Wer jetzt noch an den Kosten für die Selbstversorgung herumrätselt, dem sei unser kleiner Exkurs zu diesem Thema ans Herz gelegt.

Quelle: biotopicafarm.de

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

4 Kommentare

  1. David Kummer BGE

    15. Juli 2018 at 09:47

    Das ist auch immer wieder eine Möglichkeit.
    https://www.youtube.com/watch?v=4LEZznrMwUQ&feature=youtu.be

  2. karl

    15. Juli 2018 at 13:23

    Ich würde mal die Kuh im Dorf lassen wie es so schön heißt. das ist eine Milchmädchenrechnung allein schon wenn man Gemüse anbaut und einkocht bzw einfriert kommt der Energieaufwand da- Lagerkosten gar nicht berücksichtigt. Ich habe einen Garten und jetzt. z. B. eine Himbeer und Brombeerschwemme aber ich verschenk die lieber bevor ich mir eine 2. Tiefkühltruhe anschaffe. Gelierzucker kostet auch Geld. bin auch Stromtechnisch gesehen zu 140 % Stromselbstversorger. Laß den Betrag mal bei 200 euro . wenn man den Garten noch pachten muß sieht es noch anders aus. Was mann/frau sicher spart sind Kosten für Fitneßstudio.. fahrt da hin und diverse Yogatreffs. Man ist einfach glücklicher mit einem Garten noch dazu wenn wie gestern der Igel vorbei läuft und die Glühwürmchen fliegen.

  3. Uwe

    17. Juli 2018 at 10:52

    Karl, Du musst einfach mehr essen. Dann passt das mit den 400 Euro. Zucker kannst Du auch selbst herstellen. Wenn Du Rüben und Zuckerrohr im Garten hast.

  4. karl

    17. Juli 2018 at 14:18

    Nehme ich immer mit von meine Plantage auf Mauritius….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.