Künstliche Intelligenz wird in Zukunft eine immer wichtigere Bedeutung spielen, auch wenn sie in vielen Bereichen noch am Anfang der Entwicklung ist. Ein beeindruckendes Beispiel dafür, wozu KI heute schon in der Lage ist, zeigt der Grafikkartenhersteller Nvidia mit seiner neuen Software GauGAN. Das Programm verwandelt Zeichnungen in fotorealistische Bilder – egal wie schlecht sie sind.


Bild: Nvidia

Künstliche Intelligenz malt wie Post-Impressionisten

Hinter GauGAN (GAN steht in diesem Fall für Generative Adversarial Network) steht ein neuronales Netzwerk, das anhand eines Algorithmus einfarbige und grob gezeichnete Flächen in Teile eines Landschaftbildes umwandelt. So entstehen Flüsse, Wolken, Straßen, Steine, Holz oder Pflanzen. Zu GauGAN gehört ein Bildeditor, in dem die Nutzer entsprechende Flächen zeichnen können. Diese Flächen werden von dem Programm dann mit der entsprechenden Textur versehen. Anschließend werden die Flächen analysiert und zueinander in Bezug gesetzt. So kann die Software etwa die Reflexionen von Bäumen auf der Oberfläche eines Sees erstellen. Auch Wasserfälle werden erkannt, und über die Jahreszeit-Wahl lassen sich die verschiedenen Elemente entsprechend anpassen – so verlieren Bäume etwa ihre Blätter oder das Programm zeichnet Schnee statt Grasflächen. Um die KI zu trainieren, hat Nvidia eine Million gemeinfreie Bilder aus Bilddatenbanken verwendet. Streng genommen besteht GauGAN aus zwei verschiedenen KIs. Die Generator-KI produziert das Bild, die Discriminator-KI überprüft das Bild auf seine Authentizität hin. Das Ziel ist, dass die Discriminator-KI nicht mehr erkennt, dass das Bild von einer KI erschaffen wurde.

Es ist viel einfacher, sich Designs mit simplen Skizzen auszudenken und diese Technik ist in der Lage, Skizzen in sehr realistische Bilder umzuwandeln„, so Brian Catanzaro, Nvidias Bereichsleiter für angewandte Deep-Learning-Forschung. Die Software könnte als Hilfsmittel für Architekten oder Landschaftsgestakter dienen. Laut Nvidia entspricht GauGANS Stil dem des Post-Impressionisten Paul Gauguin.


Bisher ist GauGAN allerdings noch auf Landschaftsbilder limitiert. Bei von Menschen erstellten Dingen wie Häusern, Möbeln oder Autos kommt das Programm an seine Grenzen. Das liegt unter anderem daran, dass Menschen bei solchen Objekten schneller Fehler erkennen als in Landschaftsmotiven.

via Motherboard

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