Lange Zeit war die Bundesregierung nicht besonders erfolgreich darin, die Menschen mit staatlichem Geld zum Kauf von Elektroautos zu bewegen. Das Ziel bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf die deutschen Straßen zu bekommen, wurde etwa deutlich verfehlt. Ausgerechnet während der Corona-Pandemie scheint sich dies allerdings zu ändern. So wurden hierzulande im Jahr 2020 so viele Elektroautos verkauft wie nie zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der verkauften reinen Stromer von 63.000 auf 194.200 Fahrzeuge. Auch im Januar 2021 hielt dieser Aufwärtstrend an. All die neuen Elektroautos müssen allerdings auch aufgeladen werden. Dafür einfach die heimische Steckdose zu nutzen, ist allerdings nicht zu empfehlen. Denn diese ist nicht für lange Ladezeiten unter hoher Last konzipiert. Es drohen daher Überhitzungen und die damit einhergehenden Beschädigungen.


Täglich gehen 2.500 neue Anträge ein

Abhilfe schafft die Installation von Wandladestationen. Auch hier wird die Anschaffung vom Staat gefördert. Konkret gibt es für Privatpersonen 900 Euro pro Ladepunkt. Das Problem: Dem staatlichen Förderprogramm drohte das Geld auszugehen. Denn zunächst standen insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung. Bis zur vergangenen Woche wurden allerdings bereits rund 300.000 Anträge eingereicht. Dies entspricht einem Fördervolumen von 270 Millionen Euro. Da täglich im Schnitt weitere 2.500 Anträge eingereicht werden, hätte das Geld also nur noch wenige Wochen gereicht. Die Bundesregierung ist daher aktiv geworden und hat weitere 100 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Dies zeigt, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Finanzminister Olaf Scholz es durchaus ernst meinen mit der Förderung der Elektromobilität. Selbiges gilt für die Erhöhung der Kaufprämie für Elektroautos im vergangenen Jahr.


Die Antragssteller müssen einige Voraussetzungen erfüllen

Wer von der Förderung für Wallboxen profitieren möchte, muss allerdings einige Regeln beachten. So gibt es das Geld nur, wenn der Antrag bereits vor dem Kauf der Ladestation eingereicht wurde. Außerdem muss die Anlage von einem Elektriker installiert werden und darf maximal 11 kW liefern. Es reicht allerdings aus, wenn die Wallbox entsprechend gedrosselt wird. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich zudem auf den Seiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau informieren. Dort gibt es eine Liste mit allen förderungsfähigen Wandladestationen. Befindet sich die Box auf der Förderliste, muss der Antragssteller nur noch nachweisen, dass er zuhause Ökostrom bezieht. Denn auch die Klimabilanz von Elektroautos hängt nicht zuletzt von dem verwendeten Strommix ab. Für die Förderung reicht es allerdings aus, wenn ein neuer Vertrag abgeschlossen wird. So könnte die Wallbox-Förderung auch gleich noch den Ausbau der Erneuerbaren Energien befördern.

Via: BMVI

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