Statistiken haben schon vor längerer Zeit unter Beweis gestellt, dass die große Mehrzahl der Autofahrten alleine absolviert wird. Die vier Sitze neben dem Fahrersitz sind also oftmals überflüssig. Bei dem Versuch möglichst günstige Elektroautos zu entwickeln, haben sich einige Ingenieure daher für einen besonders radikalen Ansatz entschieden und Fahrzeuge nur für eine Person gebaut. Dies ist etwa beim inzwischen europaweit zugelassenen Microlino der Fall. Noch einen Schritt weiter geht das Düsseldorfer Unternehmen iEV1, das mit dem iEV X nun ein erstes Elektroauto präsentiert hat. Das Fahrzeug bietet normalerweise nur für eine Person Platz. Auf Knopfdruck tut sich in der Mitte des Wagens allerdings eine Lücke auf, wo dann noch ein zweiter Sitz installiert werden kann.


Bild: iEV1 GmbH

Die Reichweite liegt bei lediglich 50 Kilometern

Aus den bisher veröffentlichten Bildern und Videos wird aber nicht eindeutig ersichtlich, ob der Mitfahrer dann mehr oder weniger im Freien sitzt oder doch vor Wind und Wetter geschützt ist. Die Maße des Autos verändern sich jedenfalls nicht unerheblich: Normalerweise ist der iEV X 1,80 Meter lang und 0,78 Meter breit. Durch die Umstellung auf den Zweisitzer-Modus erhöht sich die Länge auf immerhin 2,20 Meter. Trotz eines Gewichts von gerade einmal 115 Kilogramm ist die Reichweite des innovativen Fahrzeugs allerdings gering: Sie liegt bei 50 Kilometern. Auch die Höchstgeschwindigkeit von 45 Stundenkilometern ist nicht sonderlich beeindruckend. Wem das zu wenig ist, der kann sich allerdings auch für die etwas leistungsstärkere Variante iEV X+ entscheiden. Diese kommt 120 Kilometer weit und erreicht 60 Stundenkilometer.

Das Fahrzeug kann auch mit Muskelkraft angetrieben werden

In jedem Fall haben sich die Entwickler einige nette zusätzliche Features einfallen lassen. So befinden sich auf dem Dach – ähnlich wie beim Sonnenauto Sion aus München – Solarmodule. Diese speisen zusätzliche Energie in die Batterie ein und können die Reichweite tagsüber ein wenig erhöhen. Wem allerdings nachts der Strom ausgeht, der muss auf ein eher klassisches Hilfsmittel zurückgreifen: Es lassen sich Pedale installieren, sodass das Fahrzeug auch mit Muskelkraft bewegt werden kann. Finanziert werden soll die Produktion des etwas ungewöhnlichen Elektroautos per Crowdfunding auf der Plattform Kickstarter. Noch werden allerdings einige Bestellungen benötigt, um das angestrebte Ziel von 162.500 Euro zu erreichen. Später im regulären Handel soll die Basisversion dann 3.850 Euro kosten.


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