Schon vor etwas mehr als zwei Jahren berichteten wir erstmals über den kleinen Elektroflitzer Microlino. Dieser stellt eine Hommage an die legendären BMW Isetta dar. Dieses Auto eroberte in den 1950er und 1960er Jahren viele Herzen in Europa, war extrem effizient und konnte auch in den schmalen Gassen alter Städte gefahren werden. Kein Wunder also, dass der Designer Wim Ouboter im Jahr 2016 auf die Idee kam, eine Neuauflage zu entwerfen – diesmal allerdings mit Elektroantrieb. Die Idee stieß auf großflächiges Interesse und schon bald konnten mehrere tausend Vorbestellungen entgegen genommen werden. Dennoch dauerte es von der Präsentation bis zur jetzt anlaufenden Produktion mehr als zwei Jahre. Der Grund: Die offizielle Zulassung als Straßenauto verzögerte sich.


Die ersten Autos sollen noch dieses Jahr ausgeliefert werden

Denn der Microlino kommt nicht nur mit einer besonderen Form daher, sondern hat seine Tür auch vorne. Die Beamten der Zulassungsbehörden konnten daher nicht einfach auf bestehende Tests und Standards zurückgreifen, sondern mussten teilweise neue entwickeln. Dieser Prozess nahm deutlich mehr Zeit in Anspruch als geplant. Doch am Ende wurde alles gut: Der Microlino darf nun in allen Ländern der Europäischen Union gefahren werden. Folgerichtig hat die Firma Micro Mobility – die mit BMW nichts zu tun hat – inzwischen auch die Produktion anlaufen lassen. Vorbesteller aus der Schweiz sollen ihr Fahrzeug noch in diesem Jahr erhalten. Kunden aus Deutschland hingegen müssen sich bis Anfang nächsten Jahres gedulden, bevor sie mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern durch die Gegend flitzen können.


Der Kaufpreis startet bei 12.000 Euro

In seiner nun genehmigten Form ist der Microlino lediglich 2,40 Meter lang und wiegt – ohne Fahrer und Batterie – gerade einmal 450 Kilogramm. Die Käufer können sich zudem zwischen zwei verschiedenen Akku-Paketen entscheiden. Die Reichweite liegt dementsprechend entweder bei 120 oder bei 200 Kilometern. Anschließend kann das Fahrzeug an einer normalen Steckdose aufgeladen werden und ist nach rund vier Stunden wieder voll einsatzbereit. Die günstigste Variante des kleinen Elektroflitzers soll Gerüchten zufolge rund 12.000 Euro kosten. Dies ist etwas mehr als noch vor zwei Jahren angekündigt, auf dem Markt für Elektroautos aber noch immer vergleichsweise günstig. Parallel zum Microlino hat ein schwedisches Startup zudem den Uniti One entworfen – der kürzlich erstmals auf öffentlichen Straßen unterwegs war.

Via: New Atlas

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