Smartphone-Hersteller müssen stets zwei gegensätzliche Wünsche in Einklang bringen. Zum einen soll das Gerät möglichst klein und handlich sein, damit es problemlos überall hin mitgenommen werden kann. Gleichzeitig ist bei vielen visuellen Darstellungen ein möglichst großer Bildschirm von Vorteil. Der koreanische Samsung-Konzern hat darauf regiert, indem er ein faltbares Mobiltelefon vorstellte. Das Samsung Galaxy Fold erwies sich bisher aber nicht als Verkaufsschlager. Dazu beigetragen haben dürften auch Berichte über zahlreiche technische Mängel zu Beginn. Einen etwas anderen Weg beschreitet nun der chinesische Hersteller Oppo. Dieser hat auf einer Hausmesse das Konzept-Smartphone Oppo X 2021 präsentiert. In der Standardvariante verfügt das Gerät über ein 6,7 Zoll großes OLED-Display. Der Clou: Ein Teil des Displays ist noch eingerollt. Per Knopfdruck lässt sich ein kleiner Motor in Gang setzen, um die Bildschirmfläche auf Wunsch zu vergrößern.


Bild: Oppo

Die Technologie funktioniert erstaunlich gut

Auf diese Weise lässt sich die Darstellung auf bis zu 7,4 Zoll vergrößern. Der Nutzer hat aber nicht nur die Wahl zwischen 6,7 und 7,4 Zoll, sondern kann manuell auch jede Größe dazwischen einstellen. Möglich wird das neuartige Feature unter anderem durch eine besonders robuste Bildschirmlaminierung. Diese bekam von den Ingenieuren den Namen „Warp Track“ verpasst. Kritiker mögen nun anmerken, dass eine Vergrößerung des Bildschirms um maximal 0,7 Zoll jetzt nicht unbedingt ein Killer-Feature ist. Tatsächlich dürfte sich der Genuss beim Filme schauen dadurch nicht entscheidend erhöhen. Das Konzept-Smartphone zeigt aber, dass die Technologie dahinter tatsächlich funktioniert – und das Bild auch bei ausgefahrenem Display nicht beeinträchtigt wird. In der Regel bedeutet dies: Über kurz oder lang kommen dann immer interessantere Anwendungen auf den Markt. Es könnte also gut sein, dass Oppo uns hier einen Einblick in die Zukunft der Smartphone-Displays gewährt.

Über die Kosten ist noch nichts bekannt

Bisher handelt es sich allerdings erst einmal um ein Konzept, das nun der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Es wurden noch keine Pläne kommuniziert, das Oppo X 2021 auch tatsächlich auf den Markt zu bringen. Auch wurden noch keine Exemplare an unabhängige Tester verschickt. Noch ist also unklar, ob die Technologie auch bei regelmäßiger Nutzung einwandfrei und dauerhaft funktioniert. Wahrscheinlich ist, dass Oppo dies nun zunächst bei Tests im eigenen Haus in Erfahrung bringen möchte. Anschließend könnte dann ein Zeitplan erstellt werden, ab wann die rollbaren Displays tatsächlich in Smartphones für Endkunden verbaut werden. Spätestens dann dürfte auch bekannt werden, welche Kosten auf die Käufer zukommen könnten. Letztlich handelt es sich bei einem Smartphone aber immer um ein Gesamtprodukt. Neben dem Display gibt es also noch zahlreiche weitere Faktoren, die den Verkaufspreis beeinflussen. Neben Oppo arbeiten zudem noch weitere Hersteller – unter anderem LG – an ähnlichen Features.


Via: Oppo

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