Die Antikörper von bereits gesundeten Menschen können Corona-Patienten dabei helfen, die Krankheit zu besiegen. Darum sucht die Uniklinik Münster nun Personen, die eine Covid-19-Infektion überstanden haben und vollständig genesen sind. Ihr Blutplasma ist ein Hoffnungsschimmer für Schwerkranke, auf dass auch sie bald wieder zu den Gesunden gehören.


Die Antikörper-Impfung für Schwerkranke und Immungeschwächte ist auf dem Weg

Die Spender müssen seit 10 Tagen symptomfrei sein

Die Mediziner in Münster möchten aus menschlichem Blut Hyperimmun-Seren gewinnen und daraus Antikörper isolieren. Die Spender sollen einen negativen Corona-Test nachweisen, und seit mindestens 10 Tagen keine Symptome mehr haben. Sie müssen nur eine normale Blutentnahme über sich ergehen lassen. Die Schwerstkranken auf den Intensivstationen können dann demnächst, wenn alles gut läuft, eine Impfung aus Abwehrstoffen erhalten, die ihr Immunsystem aufrüstet. So vergrößert sich ihre Chance, den Feind im Körper zu schlagen.

In Wien läuft ein sehr ähnliches Forschungsprojekt

Auch in Wien wird an dieser Therapieform gearbeitet. Das Pharma-Unternehmen Takeda sucht ebenfalls gesunde Plasmaspender, die eine Corona-Infektion hinter sich gebracht haben. Das Forschungsprojekt steht sowohl unter der Schirmherrschaft internationaler als auch österreichischer Behörden. Zeitgleich durchsucht Tadeka sein Medikamenten-Reservoir nach wirksamen Produkten, die sich bereits auf dem Markt befinden oder in der »Pipeline« stecken.


Plasmaspenden sind generell wichtig – jetzt mehr denn je

Tadeka appelliert in einem Brief an alle Covid-19-Genesenen, sich für eine Plasmaspende zu melden: So könnten in naher Zukunft vielleicht viele andere Menschen gerettet werden! Außerdem fügt das Unternehmen an, dass Plasmaspenden generell äußerst wichtig sind, weil auch viele andere komplexe und seltene Krankheiten mit einem geschwächten Immunsystem einhergehen. Betroffene Patienten benötigen eine Abwehr-Unterstützung, nicht nur, aber auch gegen Corona. Derzeit gehören sie zu der Hochrisikogruppe und benötigen ganz besonderen Schutz.

Leider weiß aktuell noch niemand, wann eine Antikörper-Therapie verfügbar sein wird. In verschiedenen Quellen wird die Vermutung laut, dies könne noch in diesem Jahr geschehen. Sicher ist aber, wie immer in dieser weltumspannenden Krise, nichts. Nur, dass dieser Ausnahmezustand irgendwann auch wieder vorbei sein wird.

Quelle: wn.de, mimikama.at

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