Die Nutzung von Wasserenergie ist ein altes Konzept. Bereits vor tausenden Jahren machten sich Menschen die Energie von fließendem Wasser zunutze. Ein Team von chinesischen Forschern will die Energie fließender Flüssigkeiten nun anderweitig nutzen: Kleine Nanogeneratoren sollen die Fließgeschwindigkeit des Bluts in menschlichen Venen nutzen, um Strom zu generieren.


Energie für medizinische Implantate

Eine ähnliche Idee hatte ein Team aus der Schweiz bereits 2011. Die Forscher entwickelten kleine Turbinen, die theoretisch in menschliche Arterien eingebracht werden und dort kleinere Mengen elektrischen Stroms erzeugen konnten. Allerdings bargen die Turbinen die Gefahr, dass sich an ihnen tödliche Blutgerinnsel bilden, was den praktischen Einsatz etwas erschwerte.


Forscher der Fudan University in China haben nun einen anderen Ansatz entwickelt: Sie verwenden winzige Nanogeneratoren aus Kohlenstoff-Nanoröhren, die um einen Polymer-Kern gewickelt sind. Sie bezeichnen ihre Erfindung als „fiber-shaped fluidic nanognerator“ (FFNG).

„The electricity was derived from the relative movement between the FFNG and the solution. An electrical double layer is created around the fiber, and then the flowing solution distorts the symmetrical charge distribution, generating an electricity gradient along the long axis“, so die Wissenschaftler.

Wie viel Elektrizität die winzigen Generatoren tatsächlich erzeugen, ist unbekannt. Die Forscher behaupten jedoch, im Gegensatz zu vergleichbar kleinen Generatoren sei die Stromproduktion „hoch“. Die Effizienz des System geben die Forscher mit mehr als 20 Prozent an.

Die Technologie steckt sozusagen noch in den Kinderschuhen. Erste Experimente, bei denen die Forscher die Nanogeneratoren in Frösche implantierten, verliefen jedoch erfolgreich. Das Team hofft, dass die Entwicklung eines Tages in Menschen erproben zu können. Letztlich sollen die Nanogeneratoren medizinische Implantate mit Energie versorgen.

via Wiley

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