Der Begriff Holzfasern lässt nicht unbedingt darauf schließen, dass man aus diesem Material einen Werkstoff herstellen kann, der härter als Stahl ist, die Nanokristalline Zellulose. Das Papierherstellerunternehmen Domtar hat in Kooperation mit dem Unternehmen FP Innovations allerdings, auf Basis dieses Rohstoffes, ein Verfahren entwickelt, mit dem eben diese Holzfasern in ein Produkt umgewandelt werden können, das härter als Edelstahl sein soll. Das entwickelte Material mit dem Namen NCC soll beispielsweise als Knochenersatz, aber auch als Material für Autoteile eingesetzt werden können. Mit diesem neuartigem Produkt will das Papierherstellerunternehmen den sinkenden Absatzzahlen des Kernprodukts Papier entgegenwirken. Nanoprodukte sollen in Zukunft in verschiedensten Bereichen eingesetzt werden. So sollen sie beispielsweise die Solarzellen zum Aufpinseln ermöglichen.


Joint Venture Unternehmen CelluForce produziert das Material

Die Unternehmen gründeten das Joint Venture Unternehmen CelluForce, das das Material mit dem ausgefallenen Namen Nanokristalline Zellulose (NCC) produzieren soll. In einem neuen Werk in Quebec, Kanada wird der neue Werkstoff produziert. Der Präsident und CEO von CelluForce, Jean Moreau teilte mit, dass der Produktionsprozess für neuartige Material mit trockenem Zellstoff beginne. Dieser werde mit bestimmten Chemikalien zur Reaktion gebracht, anschließend gefiltert und dann getrocknet. Als Endprodukt kommt ein Pulver heraus das auf dem Grundstoff Holz basiert und als fertiges Endprodukt doch härter als Stahl ist. Mittels Nanotechnologie lassen sich übrigens auch Sprengstoffe aufspüren, wie der Beitrag zur Nanotinte belegt, die diese in 5 – 10 Sekunden erkennen kann.

Verschiedene denkbare Einsatzbereiche

Als einige der wichtigsten Anwendungsbereiche für das NCC Material benannte Jean Moreau den Einsatz des ultraharten, wasserundurchlässigen Materials als Beschichtung in Form von Lacken, überall da, wo es darum geht, Materialien schützen zu müssen. Ein weiterer denkbarer Verwendungsbereich wäre der Einsatz als Verbundwerkstoff für Autoteile oder als Biokomposit Knochenersatz. Aufgrund dessen, das das NCC Material in der Lage Infrarot Licht zu blockieren, sei auch ein Einsatz bei Thermoisolierenden Fenstern möglich. Der Hersteller hat noch keine Angaben zum Preis für das neuartige Material gemacht. Man kann aber damit rechnen, dass es sicherlich nicht günstig werden wird. Vorteile des Materials liegen darin, das es recycelbar, erneuerbar und kompostierbar ist. Dadurch gewinnt das Material erhebliche Vorteile gegenüber aus Erdöl produzierten Nanomaterialien, die nicht über diese Eigenschaften verfügen. Eine weitere interessante Verwendung für Nanomaterialien ist die selbstheilende Elektronik, die mit Flüssigmetallkapseln die eigenen Schaltkreise reparieren kann.

Quelle & Bild: fastcoexist

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3 Kommentare

  1. Lars

    5. Januar 2012 at 19:04

    brauchen wir wirklich holz, das härter als stahl ist? ich hab die nase voll von diesen durchgeknallten wissenschaftlern, die auf teufel komm raus entwickeln und uns am ende in den abgrund reissen werden mit ihrem nanotechnologischen, bio-technologischen, chemischen und atomar-nuklearem scheiss!

  2. AusgebuffteChicxxe47

    6. Januar 2012 at 15:07

    Na dann ist deine Meinung ja im Internet genau richtig aufgehoben. Sich dort über den Fortschritt zu beklagen ist doch irgendwie ironisch oder nicht?

    Brauchen wir Häuser, brauchen wir Kleidung, brauchen wir all das Zeug was in unseren Häusern rumliegt. Wohl kaum, aber es geht nunmal immer weiter. Und da man Holz im gegensatz zu Stahl nahezu unbegrenzt herstellen kann sofern nachhaltig gearbeitet wird, ist die Idee doch garnicht verkehrt.

  3. Tilo

    13. Juli 2012 at 17:25

    Sehe ich genauso. Ich finde es ganz gut das man Holz „härten“ kann. Vielleicht ist es ja das Baumaterial der Zukunft.

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