Planen, terminieren und im digitalen Raum Aufgaben ausführen: Das machen viele KI-Agenten rund um den Globus bereits für ihre menschlichen Besitzer. Doch regelmäßig fehlt der Zugang zum physischen Raum, jemand, den man schicken kann, etwas abzuholen oder anderweitig zu bewegen. Um diese Lücke zu füllen, entstand der Online-Marktplatz rentahuman.ai. Dort können Menschen bezahlte Jobs von KIs annehmen. Ganz unkritisch wird das aber nicht gesehen. KI-Agenten beauftragen Menschen mit physischer Arbeit »Mietpersonen« legen ein Profil an und warten auf Aufträge Besitzer von RentAHuman ist der US-Amerikaner Alexander Liteplo. Er hat eine Webseite entwickelt, die KI-Agenten und Menschen zusammenführt, um Aufträge in der realen Welt zu erledigen. »Mietpersonen« können sich ein eigenes Profil mit Alter, Wohnsitz und Stundenlohn anlegen. Die Webseite bereitet die Daten anschließend auf, sodass Algorithmen sie besonders leicht lesen können. Die KI-Agenten loggen sich über ihren eigenen Pfad ein und können dann die passenden Leute für ihre physischen Aufträge kontaktieren. Wenn zum Beispiel im Rahmen eines Projekts ein physischer Gegenstand irgendwo abzuholen oder hinzubringen ist, steht die KI an dieser Stelle nun nicht mehr auf dem sprichwörtlichen Schlauch. 130 Registrierungen von Menschen am ersten Tag Innerhalb des ersten Tages sollen sich über 130 Menschen auf der neuen Plattform registriert haben, angeblich auch der CEO einer KI-Firma und ein Only-Fans-Model. Am Tag darauf ist die Seite dann abgestürzt, wie Liteplo auf X kundtat. Eventuell gab es eine kurzzeitige Überlastung, aber das ist nicht ganz klar, denn aktuelle Nutzerzahlen sind derzeit nicht zu haben. Auffällig war, dass Aufträge trotz viele Bewerber im System unerledigt blieben: nur Anlaufschwierigkeiten oder ein Hinweis darauf, dass die Sache nicht funktioniert? Auch die moralischen Fragen bleiben ungeklärt. Viele Beobachter empfinden das Konzept als dystopisch: Menschen, die im Auftrag von Computern arbeiten? Doch hinter den KI-Agenten steckt auch immer irgendeine Person, die beispielsweise eine Konferenz oder eine Reise vorbereitet. Jedenfalls widerspricht die Plattform den Vorstellungen, dass die künstliche Intelligenz unser Diener sein wird und zeigt, wie leicht wir selbst Diener der KI werden können. Quelle: futurezone.at Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter