In den Vereinigten Staaten sind sie bereits seit einiger Zeit erhältlich: Spezielle Dachziegeln von Tesla, die nicht nur das Haus vor Wind und Wetter schützen, sondern gleichzeitig auch noch Strom produzieren. Möglich wird dies durch integrierte Solarmodule, die von einer Schicht aus gehärtetem Glas überzogen sind. In der aktuellen Version unterscheiden sich die Dachschindeln kaum noch von den ansonsten in den USA genutzten Ton- oder Schieferziegeln. Im Februar dieses Jahres wandte sich Tesla-Boss Elon Musk dann mit einer doppelten Botschaft an die Öffentlichkeit. Zum einen warb er um Handwerker für die Installation der außergewöhnlichen Solar-Dächer. Gleichzeitig kündigte er für das Ende des Jahres die internationale Expansion an. Dieser Zeitplan scheint sich nun zu bestätigen.


Bild: Tesla

Potentielle Kunden wurden noch nicht informiert

Denn lange Zeit hatte Tesla die entsprechenden Patente lediglich in den Vereinigten Staaten eingereicht. Ohne europäisches Patent wäre ein Verkaufsstart hierzulande aber nur schwer vorstellbar. Vor diesem Hintergrund ist es interessant, dass das Europäische Patentamt nun ein Patent namens „Gehäuse für Solardachziegel“ erteilt hat. Damit könnte Tesla die Solardachziegeln theoretisch nun auch in Europa anbieten. Noch scheint der Konzern aber ein wenig Zeit für die Vorbereitung zu benötigen. Denn potentielle europäische Kunden, die sich bereits über ein Online-Formular an den Konzern gewandt haben, wurden bisher nicht über einen geplanten Verkaufsstart informiert. Theoretisch ist hierzulande aber auch niemand auf Tesla angewiesen, um mit dem eigenen Hausdach Solarstrom zu erzeugen. Denn es handelt sich keineswegs um eine Erfindung des US-Konzerns.

Tesla stellt alle benötigten Komponenten selbst her

Vielmehr bietet beispielsweise das deutsche Unternehmen SolteQ schon seit langem ähnliche Lösungen an. Als global bekannte Marke besitzt Tesla allerdings das Potential, noch deutlich größere Käuferschichten zu erschließen. Hinzu kommt: Das US-Unternehmen kann nun eine Lösung aus einer Hand anbieten. Denn der von den Solardachziegeln erzeugte Strom wird in einer Tesla-Powerwall gespeichert und kann theoretisch anschließend zum Betrieb eines Elektroautos genutzt werden. Komponenten von anderen Unternehmen werden dafür nicht benötigt. In den Vereinigten Staaten allerdings wird die Verbreitung aktuell noch durch einen Mangel an Fachkräften gebremst: Tesla sucht händeringend nach Dachdeckern, die anschließend die Installation der Solardächer erlernen sollen.


Via: Teslarati

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1 Kommentar

  1. Olaf Barheine

    8. Juni 2020 at 11:27

    Von dem deutschen Hersteller habe ich bereits vor Jahren gehört. Der breiten Masse dürfte es aber (wie sooft!) kaum bekannt sein, dass es auch eine Alternative „Made in Germany“ gibt.

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