Dass China ein Problem mit Luftverschmutzung hat, dürfte kein Geheimnis mehr sein. Allerdings versucht das Reich der Mitte nun seit einiger Zeit, das Problem in den Griff zu bekommen. 2017 entschied China sich, aus Umweltschutzgründen 40 Prozent der Fabriken im Land zu schließen und gab bekannt, Dieselfahrzeuge verbieten zu wollen. Nun soll ein weiteres Projekt für saubere Luft sorgen: Auf einer Fläche von knapp 84.000 Quadratkilometern will die chinesische Regierung einen Wald anpflanzen.


Foto: Forrest, Simon Gehrig, Flickr, CC BY-SA 2.0

Soldaten pflanzen Bäume

Aktuell gibt es in China etwa 2,08 Millionen Quadratkilometer bewaldetes Gebiet. Im Laufe des Jahres 2018 möchte China den Anteil bewaldeter Fläche an der Gesamtfläche des Landes von 21 auf 23 Prozent erhöhen. Dafür müssten etwa 84.000 Quadratkilometer Wald gepflanzt werden. Um dieses Vorhaben zu realisieren, hat die chinesische Regierung 60.000 Soldaten abgestellt, die die Bäume pflanzen sollen. Zhang Jianlong, der Chef von Chinas State Forestry Administration, erklärte, dass der Waldanteil in China in den nächsten zwei Jahrzehnten auf 26 Prozent steigen soll.

Der Großteil der neuen Waldfläche soll in der Provinz Hebei in der Nähe von Peking entstehen, einer der Provinzen mit der schlechtesten Luftqualität. Die Regierung von Hebei verpflichtete sich, bis 2020 einen Waldanteil von 35 Prozent zu erreichen.


China muss mehrere Maßnahmen kombinieren

Generell ist es positiv zu bewerten, dass China beginnt, das Problem der Luftverschmutzung ernst zu nehmen. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass sich das Problem mit zusätzlichen Bäumen lösen lässt. Mit 21 Prozent ist der Waldanteil in China bereits recht hoch, und das Land hat trotzdem ein deutliches Smog-Problem. Zwei Prozent mehr Bewaldung werden natürlich helfen, aber insgesamt die Luftqualität wahrscheinlich nicht spürbar verbessern. Eine wirkliche Verbesserung lässt sich nur erreichen, wenn mehrere Maßnahmen kombiniert werden. Mit dem geplanten Verbot von Dieselautos und dem Push in Richtung E-Mobilität und erneuerbaren Energien hat China schon gute Schritte unternommen.

Verschmutzte Luft einzuatmen ist nicht nur unangenehm, sondern hat deutliche Gesundheitsschädigungen zur Folge. Länder wie China täten also gut daran, den Grad an Luftverschmutzung so schnell wie möglich zu senken.

via The Independent

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