»Wukania« nennt sich das Projekt im nordöstlichen Brandenburg, das den totalen Wandel der Gesellschaft ins Auge fasst. Das zugehörige Gelände liegt am Wukensee nahe Biesenthal, dort haben sich vor 10 Jahren einige idealistische Menschen angesiedelt, die rasch Verstärkung erhielten. Ihr Antrieb liegt in der Sehnsucht nach wahrer Solidarität – untereinander und auch zur uns umgebenden Natur.


„Willkommen in Wukania“ / Foto: Screenshot aus dem Youtube-Video s.u.

Gäste aus aller Welt sind herzlich willkommen

Projektteilnehmerin Jenny fasst die hehren Ziele in Worte: „Wandel ist für mich der Weg von der ausgrenzenden, unterdrückenden, diskriminierenden und kapitalistischen zu einer offenen, herzlichen und lebensbejahenden Gesellschaft, in der alle gleiche Rechte haben, aufeinander achten und solidarisch mit sich und der gesamten Natur der Erde umgehen. Und das alles ohne Geld.“ Ganz ohne Geld funktioniert die Initiative nach außen hin leider noch nicht, schließlich befindet sie sich noch immer auf dem Planeten Erde, eingebettet in das »alte« System. Doch im Inneren geht es längst nicht mehr um Scheine und Münzen, sondern darum, was jeder Mensch einbringen kann und welche Bedürfnisse er hegt. Einige Teilnehmer haben sich im Rahmen von Wohngruppen fest auf dem Hof angesiedelt, andere gesellen sich am Wochenende oder zu anderen Zeiten von außen hinzu. Gäste aus aller Welt sind nicht nur herzlich willkommen, sondern sie gehören schon längst zur täglichen Normalität.

Die Projektgründer erzählen, was sie bewegt


Wukania lebt und verändert sich stetig

Auf dem Gelände befindet sich heute eine Fahrradwerkstatt, eine Naturkita, Wohnräume für Geflüchtete, eine Holzwerkstatt, Seminarflächen, zwei Baukollektive, ein Großküchenkollektiv (Bio-Essen für Schulen und Kindergärten), Gärten, eine Zeltwiese und vieles mehr. Immer wieder gibt es neue Ideen und Initiativen, wie sich Solidarität leben lässt. Die Wohngruppenmitglieder treffen sich wöchentlich, und zweimal pro Monat kommen alle Leute zusammen, die das Projekt Wukania tatkräftig unterstützen. Jede Gruppe ist als autonom und eigenverantwortlich anzusehen, einen »Oberaufseher« gibt es nicht, wohl aber ein Konsenssystem und eine gemeinsame Verantwortlichkeit für das Gelände. Die Menschen essen gern alle gemeinsam zu Mittag und verbringen nicht nur ihre Arbeit, sondern auch die Freizeit miteinander. Solarduschen und Komposttoiletten sind ein Muss, ebenso wie alle anderen technischen Hilfsmittel, die dem Umweltschutz dienen. Wukania lebt und verändert sich stetig, denn es gibt unzählbar viele tolle Ideen auf der Welt!

Quelle: brandenburg.imwandel.net

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