Elon Musk verfolgt mit seinem Starlink-Projekt extrem ambitionierte Ziele: Insgesamt möchte er 12.000 Satelliten ins All befördern, um auf diese Weise auch den letzten Winkel der Erde mit schnellem Internet versorgen zu können. Für den Fall, dass dieses Geschäftsmodell konstante Einnahmen einbringt, kündigte der Multi-Unternehmer zudem bereits einen Börsengang an. Tatsächlich befindet sich bisher nur ein Bruchteil der geplanten Satelliten bereits im All. Folgerichtig ist die Nutzung noch lokal sehr stark begrenzt. Konkret kann das Angebot aktuell nur im Nordwesten der Vereinigten Staaten sinnvoll verwendet werden. Dort allerdings gab es bereits einen ersten erfolgreichen Praxistest. Denn die Behörden im US-Bundesstaat Washington nutzten Starlink, um schnelles Internet in Gebiete zu bringen, die von Waldbränden heimgesucht wurden.


Bild: JD Lasica from Pleasanton, CA, US / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Die Einrichtung ging selbst für Experten überraschend schnell

Auf diese Weise konnte beispielsweise die Versicherung so schnell wie möglich kontaktiert werden. Auch dringende Telefonabrufe wurden über die schnelle Verbindung ermöglicht. Besonders erfreulich für Musk dürfte aber die Tatsache sein, dass sein System von den Einsatzkräften explizit gelobt wurde. „Ich habe noch nie taktisches Satellitenequipment so schnell eingerichtet, und es war noch nie auch nur annähernd so zuverlässig“, verkündete beispielsweise Richard Hall, Leiter der Abteilung Notfallkommunikation bei der staatlichen Armee in Washington. Während die Einrichtung einer stabilen Verbindung normalerweise bis zu einer Stunde dauern kann, wurden bei Starlink lediglich fünf bis zehn Minuten benötigt. Außerdem wurde nur eine einzelne Person gebraucht und die Verbindung erwies sich als stabil und langlebig.

Noch ist die Nutzung für die Behörden kostenfrei

Die Einsatzmöglichkeiten des schnellen Internets aus dem All sind extrem vielfältig. So wurde in den von den Waldbränden betroffenen Gebieten auch schon digitaler Schulunterricht auf diese Weise zu den Kindern transportiert. Eine andere Idee besteht zudem darin, ansässigen Indianerstämmen so eine schnelle Verbindung zu ermöglichen. Denn deren Gebiete werden von den bisherigen Kommunikationsanbietern meist nur sehr spärlich versorgt. Noch sind konkrete Geschäftsideen aber Zukunftsmusik. Denn aktuell muss das System zunächst auf Herz und Nieren geprüft werden. Auch deshalb ist die Nutzung für die Behörden im Bundesstaat Washington aktuell noch kostenfrei. Über kurz oder lang wird SpaceX aber auch hier eine Gebühr verlangen müssen. Grundsätzlich gilt zudem: Je weiter sich das Netz an Satelliten spannt, desto mehr Interessenten dürfte es für die Technik geben.


Via: CNBC

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