Die fortschreitende Ditgitalisierung geht für viele Deutsche auch mit Sorge um die Situation auf dem Arbeitsmarkt einher. Einer neuen Studie zufolge ist dies aber unbegründet. Die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt seien positiv, so die Forscher. Unterm Strich entstünden mehr Arbeitsplätze als vernichtet würden. Lediglich für An- und Ungelernte könnte es in Zukunft zunehmend schwieriger werden.


Keine Angst vor Robotern

Laut der Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. sind moderne Maschinen und Computerprogramme keine wirkliche Konkurrenz für denkende, menschliche Arbeitnehmer. Mehr noch: Durch die Digitalisierung entstünden mehr Arbeitsplätze als zuvor, konstatieren die Forscher. Horrorszenarien, in denen Millionen Arbeitnehmer ihre Jobs aufgrund der Digitalisierung verlieren, seien daher unbegründet. Für die kommenden Jahre sehen die Forscher einen erhöhten Personalbedarf voraus. Von diesem Aufwind auf dem Arbeitsmarkt werden aber in erster Linie Fachkräfte und Akademiker profitieren. Der Bedarf an un- bzw. angelernten Arbeitnehmern wird dagegen sinken. Die Auswertung der Daten zeigt, dass der Trend zu höheren Qualifikationen weiter anhält. Insgesamt können die Studienautoren jedoch beruhigen: „ Es gibt keinen Grund zur Sorge. Schon die Vergangenheit habe gelehrt, dass technischer Fortschritt am Ende mehr Jobs und mehr Wohlstand gebracht habe und nicht weniger


Vorsicht vor schnellen Schlüssen

Jedoch sollten die Ergebnisse mit Vorsicht genossen werden. Andere Studien aus anderen Ländern kamen zu diametral anderen Ergebnissen. Eine Studie der britischen Wissenschaftler Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborn aus dem Jahr 2013 kam etwa zu dem Schluss, dass der Bedarf an menschlichen Arbeitskräften insgesamt zurückgehen wird. Allerdings bezog sich die Studie auf den US-Arbeitsmarkt sowie einen Zeitraum von 10 – 20 Jahren, was die Vergleichbarkeit eher schwierig macht.

Dass durch die Digitalisierung Arbeitsplätze wegfallen werden, scheint schwer bestreitbar. Die Frage wird nur sein, wie viele und ob die neu entstehenden Arbeitsplätze den Verlust auffangen können. In jedem Fall ist eine Weiterbildung, eine neue Qualifikation oder sogar das Nachholen von Abschlüssen eine gute Entscheidung, um für den Arbeitsmarkt von morgen vorbereitet zu sein.

via Institut der Deutschen Wirtschaft

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