Die Produktion des Tesla Model 3 sorgte im vergangenen Jahr immer wieder für Schlagzeilen. Unternehmenschef Elon Musk sprach sogar von der „Produktionshölle“. Doch inzwischen sind die Probleme weitgehend behoben und der neue Mittelklassewagen wird in großen Stückzahlen produziert. Die einzelnen Abläufe scheinen zudem so weit optimiert zu sein, dass der Konzern nun ein erstes Video davon veröffentlicht hat. Dazu wurde eine Kamera im hinteren Teil der Karosserie installiert, um den gesamten Produktionsprozess aufzuzeichnen. Weil die Produktion eines Autos aber doch recht lange dauert, wurde das Video letztlich im Zeitraffer veröffentlicht. In nur 49 Sekunden kann man so einen groben Überblick über die Abläufe gewinnen.


Menschliche Fachkräfte ersetzten einen Teil der Roboter

Besonders interessant: Gleich zu Beginn winkt ein Mitarbeiter in die Kamera und auch bei den weiteren Produktionsschritten sind zahlreiche menschliche Fachkräfte zu sehen. Dies hat mit einem Kurswechsel des Unternehmens zu tun. Denn noch im Oktober 2017 veröffentlichte Musk ein Video, auf dem extrem schnell arbeitende Roboter zu sehen waren. Er träumte von einer voll automatisierten Produktion, um so die Kosten niedrig zu halten. Einige Monate später musste er aber einräumen: Die Technik funktionierte zu oft nicht wie geplant. Zahlreiche Roboter wurden daher wieder abgebaut und durch zuverlässigere menschliche Arbeitskräfte ersetzt. Die Maßnahme zeigt Erfolg: Inzwischen laufen zwischen 5.000 und 7.000 Tesla Model 3 pro Woche vom Band, sodass die Warteliste für potentielle Käufer zumindest nicht mehr länger wird.


Auch Kunden in Europa sollen nun bedient werden

Insgesamt wurden im Jahr 2018 146.000 Mittelklassewagen von Tesla ausgeliefert. Bedient wurden allerdings zunächst ausschließlich Kunden in den Vereinigten Staaten. Dies wird sich nun ändern. Der Konfigurator, mit dem die Bestellung finalisiert werden kann, wurde nun auch für einige europäische Länder freigeschaltet. Zunächst allerdings nur in Staaten mit Rechtsverkehr. Potentielle Käufer in Großbritannien müssen sich also auch weiterhin gedulden. In den Vereinigten Staaten muss der Elektroautobauer zukünftig zudem mit veränderten Rahmenbedingungen zurecht kommen. So fallen in diesem Jahr die Steuererleichterungen für die Käufer emissionsfreier Autos weg. Um dies zu kompensieren, hat Tesla die Preise gesenkt. Diese Maßnahme wiederum kam bei den Analysten der Börse allerdings nicht gut an. Sie fürchten um die Gewinnmarge des Konzerns.

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