Die traditionsreiche Brauerei De Halve Maan liegt inmitten der Brüsseler Altstadt. Dort wird allerdings heute nur noch das Bier gebraut. Abgefüllt wird es dann in einer neu errichteten Anlage rund drei Kilometer entfernt. Bisher wurde der Transport dabei von speziellen Tanklastwagen übernommen. Die historischen Straßen allerdings waren für solch größere Fahrzeuge nur bedingt geeignet. Immer wieder kam es daher zu kleineren Staus und komplizierten Fahrmanövern. Nun hat das Unternehmen allerdings eine innovative Lösung für dieses Problem gefunden: Eine unterirdische Pipeline verbindet bald die eigentliche Brauerei mit der dazugehörigen Abfüllanlage. Auf diese Weise sollen nicht nur die Verkehrsprobleme der Vergangenheit angehören, sondern auch weniger CO2-Emissionen verursacht werden.


Experten aus der Öl- und Gasindustrie halfen beim Pipeline-Bau

Die insgesamt 3,2 Kilometer lange Pipeline kostete dabei stolze fünf Millionen Euro und kann mehr als 5000 Liter Bier die Stunde transportieren. Die Idee zum Bau der Pipeline hatte dabei Unternehmenschef Xavier Vanneste, dessen Familie die Brauerei seit dem 19. Jahrhundert leitet. Spezialisten für den Bau von Bier-Pipelines gab es dabei allerdings noch nicht. Stattdessen musste er auf befreundete Experten aus der Gas- und Ölindustrie zurückgreifen, die ihre Expertise in den Dienst der Brauerei stellten. Auf diese Weise gelang es dem Unternehmen den Standort in der Altstadt zu behalten und die Produktion erhöhen zu können – ohne die Nachbarschaft über Gebühr zu belasten.


Für 7.500 Euro erhielten Unterstützer eine Flasche Bier pro Tag

Ein Teil der Pipeline wurde dabei per Crowdfunding finanziert. Unterstützer konnten so beispielsweise für 7.500 Euro eine Gold-Mitgliedschaft erwerben – und bekommen dafür bis an ihr Lebensende jeden Tag eine kleine Flasche Bier der De Halve Maan Brauerei umsonst. Für rund 220 Euro erhielt man immerhin den Bronze-Status und zukünftig eine kostenlose Flasche Bier pro Jahr. Durch solche und ähnliche Angebote konnte das Unternehmen insgesamt rund 300.000 Euro einsammeln und somit einen Teil der Pipeline finanzieren. Ob sich die Angebote für die Unterstützer langfristig rentieren, dürfte dabei logischerweise nicht zuletzt von deren Lebenserwartung abhängen.

Via: Crowdfundinsider

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