Fahrradfahrer sind so etwas wie das schwächste Glied im wilden Straßenverkehr. Bei Zusammenstößen mit Autos oder gar LKWs sind es zumeist die Radfahrer, die ernsthafte Verletzungen davon tragen. Der sinnvolle Einsatz von Technik kann allerdings helfen, solche Kollisionen zu vermeiden. Vor kurzem berichteten wir beispielsweise über das Cyclee-Projekt, das Signale auf den Rücken von Radfahrern projiziert und somit deren Sichtbarkeit erhöht. Das Bostoner Startup Lumos setzt nun auf eine ähnliche Technik in Verbindung mit einem bereits etablierten Schutzgerät: Dem Fahrradhelm. Dieser ist hinten mit LED-Leuchten ausgestattet und kann somit als Blinker und Bremslicht genutzt werden.


Geschwindigkeitsmesser steuert das Bremslicht

Die Technik ist dabei vergleichsweise einfach zu installieren. Ein gewöhnlicher Geschwindigkeitsmesser wird beispielsweise kabellos mit dem Helm verbunden. Wann immer sich dann die Geschwindigkeit schlagartig verringert, leuchtet das Bremslicht des Schutzhelms auf und warnt hinterher fahrende Autofahrer. Eine weitere LED-Leuchte kann zudem ganz einfach dauerhaft eingeschaltet werden und fungiert dann als weiteres Rücklicht. Mit Hilfe eines kleinen Schalters am Lenker ist der Radfahrer zudem in der Lage, frühzeitig zu signalisieren, wenn er abbiegen möchte. Auf der Hinterseite seines Fahrradhelms geht dann der entsprechende Blinker an. Die benötigte Energie für den Betrieb der Lampen wird dabei allerdings nicht durch die Kraft der Pedaltritte gewonnen, sondern per USB-Ladegerät hinzugefügt.


Fahrradhelme können bei Unfällen Schlimmeres verhindern

Eine Ladung soll dabei rund eine Woche reichen, sofern der Helm täglich für rund 30 Minuten genutzt wird. Die Neuentwicklung hat dabei besonderen Charme, weil sie nicht nur die Sichtbarkeit und die Verkehrssicherheit der Radfahrer erhöht, sondern auch dafür sorgen kann, dass Fahrradhelme wieder öfter getragen werden. Diese können zwar keine Unfälle verhindern, im Falle einer Kollision aber schlimmere Verletzungen verhindern. Gerade bei Erwachsenen ist das Tragen eines Schutzhelmes bisher aber eher unbeliebt.

Via: Gizmag

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