Das Startup Zoox wurde gegründet, um autonom fahrende Taxis zu bauen. Mit dieser Idee standen die Gründer keineswegs alleine dar. Sie verfolgten aber einen besonders interessanten Ansatz. Denn ihr Ziel war es nicht, einfach ein klassisches Taxis mit der nötigen Technologie auszustatten. Stattdessen sollte von Grund auf ein neues Roboterautos konzipiert werden. Die Ingenieure bekamen dabei freie Hand und mussten sich nicht an den bisher üblichen Konventionen der Automobilbranche orientieren. Was dabei herausgekommen ist, wurde allerdings lange geheim gehalten. So wurde die Technologie zwar auf Probefahrten getestet – allerdings verbaut in normalen Autos. Im Frühjahr ging dem Startup dann allerdings das Geld aus. Investoren konnten zunächst nicht von einem Einstieg überzeugt werden. Letztlich war es dann der Amazon-Konzern, der das Startup für die vergleichsweise niedrige Summe von einer Milliarde Euro übernahm.


Anyone know what they are filming by the fairmont? from r/sanfrancisco

Es gibt keine Vorder- und Rückseite mehr

Nun kündigte das Unternehmen für den 14. Dezember große Neuigkeiten in Sachen Robotertaxis an. Um diese dann auch medial begleiten zu können, wurde das neu entwickelte Fahrzeug erstmals auf die Straße gelassen, um dort professionelle Bilder machen zu können. Die ganze Aktion blieb aber nicht unbemerkt, sodass auch andere Personen das neuartige Fahrzeug fotografieren konnten. Diese Fotos wiederum fanden schnell den Weg ins Netz. Zu sehen ist dort unter anderem, dass es keine Vorder- und Rückseite mehr gibt. Stattdessen funktioniert das Robotertaxis ein wenig wie eine Straßenbahn: Es kann also ohne zu wenden in beide Richtungen fahren. Möglich wird dies auch durch die Tatsache, dass sich die vier Räder individuell steuern lassen. Es gibt also nicht mehr die eine Antriebsachse. Ursprünglich war sogar geplant, dass jeder Reifen seinen eigenen Motor erhält. In diesem Punkt scheinen die Pläne aber etwas zurückgeschraubt worden zu sein.

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Amazon finanziert aktuell die Entwicklung weiter

Gut sichtbar sind zudem die insgesamt acht LIDAR-Systeme an den Ecken des Autos. Diese sind nicht in die Karosserie integriert, sondern stehen ein wenig ab. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass das System einige kritische Bereiche – etwa die Seite des Autos besser erfassen kann. Die jetzt geplante offizielle Präsentation des Fahrzeugs spricht auch dafür, dass Amazon die ursprüngliche Idee des Startups durchaus weiter verfolgen möchte. Unmittelbar nach der Übernahme hatte es hingegen Spekulationen gegeben, dass der Internetriese lediglich an der Expertise des Startups interessiert sein könnte, um die Prozesse in den eigenen Warenlagern weiter zu automatisieren. Dahinter stand der Gedanke, dass die durchaus kostspieligen Investitionen in die Entwicklung eines Robotertaxis nur wenig mit dem Kerngeschäft von Amazon zu tun haben. Auf der anderen Seite könnte sich so natürlich auch ein extrem lukratives neues Geschäftsfeld ergeben.

Via: Forbes

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