Die Corona-Krise ist noch nicht überstanden, doch es besteht berechtigter Grund zur Hoffnung. Die Impfkampagne schreitet weiter voran und immer mehr Menschen werden immun gegen das Virus. Die Gastro-Branche hofft nun, dass im Sommer 2021 gewisse Lockerungen greifen werden. Das könnte unter anderem für Geimpfte und negativ Getestete gelten. Außerdem besteht in der Außengastronomie eine deutlich geringere Ansteckungsgefahr als in Innenräumen. Viele Gastronomen besitzen ein Hygienekonzept und sind speziell für den Tourismus ihrer Region unverzichtbar. Gerade deswegen werden regionale Lösungen diskutiert, die sich an der aktuellen 7-Tage-Inzidenz orientieren könnten. Dieser Artikel wagt einen Blick in die Kristallkugel, wie die Sommersaison 2021 aussehen könnte.


Die Impfkampagne schreitet voran

Nach einem schleppenden Start kommt die Impfkampagne in Deutschland nun langsam ins Rollen. Einerseits ist die Infrastruktur geschaffen worden, die effizientes Impfen möglich macht. Hierzu gehört, dass Impfzentren eingerichtet wurden und Hausärzte die Möglichkeit haben, ihre Patienten vor Ort zu impfen. Die einzelnen Prioritätsgruppen werden kontinuierlich abgearbeitet und die Zahl der Geimpften in Deutschland steigt spürbar.


Des Weiteren steht immer mehr Impfstoff zur Verfügung. Zu Beginn der Impfkampagne gab es zwar eine funktionierende Infrastruktur fürs Impfen, doch die einzelnen Impfstoffe waren nur begrenzt verfügbar. Jetzt wird mehr produziert und eingekauft, sodass mit größerem Tempo geimpft werden kann. Die Hoffnung ist groß, dass im Sommer 2021 bereits ein großer Teil der Impfwilligen einen Impfschutz besitzt.

Privilegien für Geimpfte und negativ Getestete sind wahrscheinlich

Für die Gastro-Branche ist entscheidend, dass Lockerungen der bestehenden Kontaktbeschränkungen erfolgen. Nur dann ist es möglich, dass sie wieder Gäste in ihren Innenräumen und in der Außengastronomie willkommen heißen und beispielsweise klimaneutrales Bier anbieten dürfen. Es ist nicht davon auszugehen, dass im Sommer 2021 wieder ein Normalbetrieb stattfinden kann. Dafür dauert es noch zu lange, bis die Impfkampagne abgeschlossen ist. Gewisse Lockerungen für bestimmte Personengruppen dürften aber erfolgen.

Beispielsweise wird schon jetzt diskutiert, vollständig Geimpften gewisse Privilegien zukommen zu lassen. Diese hätten dann beispielsweise die Möglichkeit, unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen und der Distanzgebote ein Restaurant aufzusuchen. Ebenso könnten für die Gastro-Branche ähnliche Regeln gelten wie für den lokalen Einzelhandel. Hier dürfen Personen mit einem negativen Corona-Test einkaufen. Wer einen solchen Test mitbringt, könnte also grundsätzlich auch in ein Restaurant gehen. Entsprechende Regelungen müssten allerdings von der Bundesregierung beschlossen werden.

Für die Außengastronomie sind deutliche Lockerungen zu erwarten

Es ist davon auszugehen, dass zumindest für die Außengastronomie deutliche Lockerungen kommen werden. Die Erkenntnisse der Virologen zeigen deutlich, dass die Corona-Pandemie vor allem ein Innenraum-Problem ist. Im Außenbereich kommt es viel seltener zu Ansteckungen. Entsprechend ist es in der Außengastronomie mit einem effizienten Hygienekonzept möglich, das Infektionsrisiko gering zu halten.

Grundsätzlich sprechen alle Bundesländer davon, der Gastro-Branche mit Lockerungen unter die Arme zu greifen. Insbesondere Bayern prescht aber vor und möchte einen möglichst normalen Betrieb in den Biergärten ermöglichen. Vielen Gastronomen würde es aber schon genügen, wenn sie zum Beispiel mit einer Softeismaschine Eis im Freien anbieten dürften. Wichtig ist es, dass auch in der Außengastronomie für genügend Abstand gesorgt wird und beispielsweise alle Mitarbeiter zuverlässige Hygieneregeln kennen und befolgen.

Viele Gastronomen besitzen ein Hygienekonzept

Zahlreiche Gastronomiebetriebe verfügen über gut ausgearbeitete Hygienekonzepte. Diese haben sie während der ersten Corona-Welle erstellt, um sich die Chance auf Öffnungen zu bewahren. Diverse Betriebe haben gutes Geld investiert, um professionelle Schutzmaßnahmen zu erarbeiten und Strategien zu entwickeln, um in ihren Räumlichkeiten einen bestmöglichen Infektionsschutz sicherstellen zu können.

Viele Gastronomen waren enttäuscht, dass sie trotz solcher Hygienekonzepte während der zweiten und dritten Corona-Welle schließen mussten. Sie hatten das Gefühl, viel Zeit, Mühe und Geld in die jeweiligen Konzepte investiert zu haben, ohne dass diese fruchteten. Das könnte nun anders werden. Denn im Sommer 2021 wird die Corona-Pandemie noch nicht vorbei sein. Deswegen wird es eine Grundvoraussetzung für Lockerungen und Öffnungsschritte sein, dass die einzelnen Betriebe über verlässliche Hygienekonzepte verfügen.

Lockerungen im Tourismus nicht ohne Gastronomie vorstellbar

Die Gastronomie ist nicht die einzige Branche, die auf Lockerungen hofft. Auch der Tourismus und die Hotellerie sind darauf angewiesen, während der Sommersaison 2021 Gäste empfangen zu dürfen. Entsprechend machen sie sich für Lockerungen stark und hoffen darauf, dass die noch geltenden Reisebeschränkungen im Sommer 2021 nicht mehr Bestand haben werden.

Diese Entwicklung ist auch für die Gastro-Branche von Vorteil. Der Tourismus ist ohne eine funktionierende Gastronomie nämlich nicht vorstellbar. Die Menschen wollen während ihres Urlaubs viele Dinge erleben und nicht zwingend zu Hause kochen. Deswegen gehen sie gerne in Restaurants unten probieren Speisen aus, die es sonst nicht gibt. Wenn es zu Lockerungen in der Tourismusbranche und zu Reisefreiheiten kommt, spricht viel dafür, dass auch die Gastronomie wird öffnen dürfen.

Regionale Lösungen sind eine Option

Es ist wahrscheinlich, dass im Sommer 2021 vor allem regionale Lösungen greifen werden. Es ist nicht praktikabel und zumeist nicht fair, allgemeingültige Regelungen für sämtliche Bundesländer zu treffen. Deswegen ist davon auszugehen, dass die Bundesregierung regionale Öffnungsschritte abhängig von der 7-Tage-Inzidenz einer bestimmten Region ergreifen wird.

So wäre es möglich, dass in Regionen mit niedrigen Fallzahlen Öffnungsschritte durchgeführt werden können und einzelne Gastronomiebetriebe öffnen dürfen. In Regionen mit hoher Inzidenz müssen die Gastronomen hingegen weiter schließen oder sich unter bestimmten Voraussetzungen auf die Außengastronomie beschränken. Das Ziel wird sein, so viel zu öffnen wie möglich und so viele Einschränkungen bestehen zu lassen wie nötig.

Fazit

Noch sind die Hoffnungen der Gastro-Branche auf Lockerungen im Sommer 2021 ungewiss. Es spricht viel dafür, dass zumindest die Außengastronomie wird öffnen dürfen. Außerdem könnte es spezielle Regelungen für Geimpfte und negativ Getestete geben, die Restaurants und andere Gastronomiebetriebe besuchen könnten. Wichtig ist es, dass die einzelnen Betriebe über ein Hygienekonzept verfügen. Angesichts der Forderungen nach Öffnungen für den Tourismus und die Hotellerie ist davon auszugehen, dass auch die Gastronomie im Sommer 2021 von Öffnungsschritten wird profitieren können. Vermutlich wird es aber regionale Lösungen abhängig von der 7-Tage-Inzidenz geben.

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