Die Randzonen der Sahara befinden sich im ständigen Wandel. Das ist für Trockengebiete dieser Art ganz normal, kann aber bei kurzen Beobachtungszeiträumen irritierend sein, weil sich echte Trends erst auf lange Sicht zeigen. Doch nun geben langjährige Satellitendaten ein eindeutiges Signal: Die Wüstenränder schmücken sich mit immer mehr im Pflanzen, vom Baum bis zum Strauch. Ein wichtiges Maß dafür ist der Blattflächenindex, der die Zeiträume besonders gut vergleichbar macht. Insgesamt gesehen steigt dieser Index, trotz regionaler Schwankungen, über die Jahrzehnte an.


Die Randzonen der Sahara werden grüner

Auch andere Großflächen unserer Erde werden grüner

Die spannende Beobachtung trifft nicht nur auf die Sahara zu, sondern auch auf andere Großflächen der Erde. Bei der Messung kommen verschiedene Modellrechnungen und Sensorsysteme zum Einsatz, um auf Nummer sicher zu gehen. Der wichtigste Faktor für das verbesserte Pflanzenwachstum scheint nicht unbedingter erhöhter Niederschlag, sondern vielmehr die CO2-Düngung zu sein. Auch die Landnutzung durch den Menschen und das veränderte Klima spielen in die Entwicklung hinein.

Bei mehr Kohlendioxid-Zufuhr verringert sich der Trockenstress

Mit erhöhten Kohlendioxid-Werten können Pflanzen das wenige Wasser besser nutzen und so den Stress abschwächen, der sich durch die Trockenphasen ergibt. Ergebnis: Die Vegetation stabilisiert sich über längere Zeit. Gleichzeitig brechen wohl aktuell weniger Brände aus, sodass der Bewuchs beständiger bleibt und sich allmählich auch die Bodenbedingungen verbessern. Alle Faktoren zusammen stützen wiederum den Aufwärtstrend.


Karge Flächen der Randzonen sind inzwischen bewachsen

Vor allem die Analyse der Gehölzabdeckung in Subsahara-Afrika scheint in diesem Zusammenhang relevant. Für sie liegen Landsat-Daten mit einer hohen räumlichen Auflösung vor. Damit lassen sich naturgemäß die strukturellen Veränderungen genauer erfassen als mit pixeligen »Grünsignalen«. In den nicht bewaldeten Gebieten nimmt schon seit einigen Jahrzehnten der Grünbewuchs zu, jedoch mit regionalen Unterschieden. Einige ehemals äußerst karge Flächen der trockenen Übergangsräume sind inzwischen bewachsen: eine gute Nachricht für Mensch und Tier, wenn einst lebensfeindliche Regionen bewohnbar werden!

Quelle: forschung-und-wissen.de 

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