Die Körpertemperatur ist ein entscheidender Faktor bei der Schlafqualität. Ungefähr zwei Stunden vor deiner gewohnten Einschlafzeit sinkt sie allmählich ab und erreicht den tiefsten Punkt ungefähr zwischen drei und fünf Uhr morgens. Insgesamt etwa 1 Grad Celsius »verliert« der Mensch über die Nacht, und das aus gutem Grund: Der Körper benötigt den Wärmeverlust, um in den Tiefschlaf überzugehen und während der Erholungsphase Energie zu sparen. Funktioniert die dafür benötigte Wärmeabgabe nicht richtig, kann das zu häufigen Aufwachphasen und verminderter Erholung führen. Wer seine Kleidung vor dem Zubettgehen ablegt, hat eine entsprechend gute Chance, besser zu schlafen.


Nackte schlafen besser

Schlafkleidung beeinflusst den Schlafzyklus

Schlafkleidung behindert den natürlichen Wärmeverlust und sorgt dafür, dass sich die Hauttemperatur um bis zu 2 Grad Celsius erhöht, statt zu sinken. Das wiederum beeinflusst den Schlafzyklus und schlägt sich oftmals negativ auf die Erholung nieder. Also weg mit dem Stoff! Die Schlafzimmertemperatur sollte ungefähr zwischen 16 und 19 Grad Celsius liegen, damit alles glattgeht. Wer in relativ kühlen Räumen schläft, profitiert nämlich besonders von der Wärmeabgabe. Dabei spricht nichts gegen eine warme Decke, weil darunter noch genügend Luft für den Abkühlungsprozess bleibt.

Liegt die Raumtemperatur im Idealbereich, bildet der Körper braunes Fettgewebe, um damit überschüssige Energie in Wärme umzuwandeln. Gleichzeitig kommt der Stoffwechsel besser in Schwung. In einer Studie stellten Forscher fest, dass ein Monat Schlaf bei 19 Grad Celsius das braune Fettgewebe um 42 vermehren konnte. Die Stoffwechselregulation verbesserte sich dadurch signifikant.


Individuelle Unterschiede! Ausprobieren kann sich lohnen

Allerdings gibt es natürlich individuelle Unterschiede, einen großen Einfluss haben das Alter, der Gesundheitszustand und das Geschlecht der jeweiligen Person. Klar ist allerdings: Die Nachtbekleidung hat nicht allein etwas mit Komfort zu tun. Sie wirkt sich direkt auf die physiologischen Abläufe im Körper aus und somit auch auf die Qualität des Nachtschlafs. Eines lohnt sich bestimmt, auszuprobieren: ob etwas weniger Kleidung und / oder ein kühleres Schlafzimmer spürbare Wirkung zeigt.

Quelle: forschung-und-wissen.de 

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