Windräder werden in der Regel nur in größeren Gruppen auf dem Land installiert. Dies hängt zum einen damit zusammen, dass die großen Rotoren natürlich einiges an Platz benötigen. Zum anderen ist aber auch eine gewisse Windstärke notwendig, damit der Einsatz der riesigen Windräder sinnvoll ist. Das französische Startup Newwind verfolgt daher einen anderen Ansatz. Das Unternehmen hat eine Technik entwickelt, bei der viele kleine Windturbinen Strom erzeugen und so auch bei schwachem Wind noch effektiv sein können. Der Clou dabei: Die kleinen Rotoren wurden grün gefärbt und in ein baumähnliches Design integriert. Die neu entwickelten Windkraftanlagen fügen sich also deutlich besser in ihre Umgebung ein als die riesigen Windräder auf dem Land.


Via: Electrek
Via: Electrek

Bisher ist die Technik noch extrem teuer

Ein weiterer Vorteil: Die neu entwickelte Technik arbeitet komplett geräuschlos. Auch unter diesem Aspekt sind die künstlichen Bäume also durchaus für den Einsatz in der Nähe von bewohntem Gebiet geeignet. Ein gewisser Mindestabstand von rund zehn Metern muss aber auch weiterhin eingehalten werden, damit genug Windzirkulation entsteht. Einmal installiert erbringt ein solcher Windkraft-Baum dann eine Leistung von 3.5 KW – was in etwa einem kleinen Solarmodul entspricht. Dafür ist die Technik aber noch vergleichsweise teuer: Ein Baum mit 54 Minirotoren kostet stolze 67.500 Dollar. Für den Einsatz im eigenen Garten ist die Neuentwicklung also wahrscheinlich eher zu teuer.

Bereits mehr als vierzig Windbäume sind in Betrieb

Im öffentlichen Raum wurden allerdings bereits einige Modelle installiert. So wird beispielsweise in Paris bereits saubere Energie durch die künstlichen Bäume produziert. Insgesamt sind in Frankreich bereits mehr als vierzig der Windbäume im Einsatz. Als nächstes ist nun der Schritt in die Vereinigten Staaten geplant. Die durch die Bäume produzierte Energie wird dann im Idealfall direkt vor Ort wieder verbraucht – beispielsweise um Straßenlaternen zu erleuchten. Es ist aber auch möglich, zusätzlich eine Speichereinheit zu installieren und den Strom erst bei Bedarf zu verbrauchen. Das Startup denkt zudem bereits darüber nach, wie die interessante Technologie in weitere Produkte integriert werden kann.


Via: Electrek

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.