Gerd Nefzer wurde einst zum Agrartechniker ausgebildet und bezeichnet sich selbst hin und wieder als Landwirt. Seine Firma Nefzer Special Effects beschäftigt sich aber mit einem ganz anderen Themenfeld: Es handelt sich um einen gefragten Spezialisten für besondere Effekte in Kinofilmen. In der Vergangenheit war Nefzer unter anderem an der Produktion von Inglourious Basterds und Grand Budapest Hotel beteiligt. Am Sonntag allerdings dürfte es wohl zweifelsohne zur Krönung seiner Karriere gekommen sein: Er stand bei der Oscarverleihung auf der Bühne und durfte sogar einige Worte sagen. Mit „Dankeschön, Germany! Thank you! Great!“ kommentierte er dort, dass der Film „Blade Runner 2049“ soeben die begehrte Auszeichnung für die besten visuellen Effekte bekommen hatte.


Foto: Nefzer Special Effects

Der deutsche Spezialist sorgte für Wellen und Nebel

Allerdings stand der Deutsche keineswegs alleine auf der Bühne. Denn für die digitalen Effekte innerhalb des Films zeichneten zwei amerikanische Studios verantwortlich. Nefzer hingegen kümmerte sich vor allem um das Wetter. Was etwas merkwürdig klingt, ist tatsächlich eine große Herausforderung. So wurden etwa riesige Nebelmaschinen installiert, um eine leicht diesige Atmosphäre zu schaffen. Im Film sind die entsprechenden Szenen vor allem im Los Angeles der Zukunft und im verseuchten Las Vegas zu sehen. Nefzer baute zudem eine riesige Wellenmaschine, um die Rettung der beiden Hauptfiguren Rick Deckard und Officer K aus einem fliegenden Auto noch spektakulärer zu gestalten. Mit Harrison Ford und Ryan Gosling waren es in dieser Szene keine schauspielerischen Leichtgewichte, die von der Arbeit des deutschen Spezialisten profitierten.

Mit „Red Sparrow“ ist schon das nächste Projekt im Kino angelaufen

Auch die Konkurrenz in Sachen Oscar waren keineswegs völlig unbekannte Projekte. Vielmehr waren neben Blade Runner 2049 auch noch „Guardians of the Galaxy 2“, „Kong: Skull Island“, „Star Wars: Die letzten Jedi“ und „Planet der Affen: Survival“ nominiert. Wer die Effekte von Nefzer und seinem Team einmal im Kino sehen möchte, muss dafür nicht zwingend einen Filmpalast finden, in dem Blade Runner noch läuft. Vielmehr war der außergewöhnlich begabte Agrartechniker auch an dem Thriller „Red Sparrows“ beteiligt. Dieser feierte am 01. März Premiere in den deutschen Kinos und kann mit Jennifer Lawrence in der Hauptrolle noch eine weitere Oscar-Preisträgerin vorweisen.


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