Schonmal darüber nachgedacht, deinen eigenen Supermarkt zu gründen? Nicht als Unternehmer, der möglichst viel verdienen möchte, sondern mit anderen, ganz normalen Leuten zusammen, um faire Preise, gute Waren und mehr Nachhaltigkeit zu gewährleisten? Auf Startnext gibt es eine neue Initiative, die genau das ins Auge fasst: SuperCoop, der erste gemeinschaftliche Supermarkt in Deutschland.


Gemeinsam etwas Neues schaffen: Das ist ist die Grundidee hinter SuperCoop

Mensch und Umwelt sollen vor dem Profit stehen

Der neue Supermarkt soll in Berlin entstehen und einen nachhaltigen Wandel einleiten. Es werden dementsprechend nicht einfach nur Crowdfunding-Spender gesucht, sondern auch Leute, die sich langfristig engagieren möchte, um dieses Gemeinschaftsprojekt auf die Beine zu stellen. Die ersten eingesammelten 15.000 Euro dienen dazu, Räumlichkeiten für Treffen anzumieten und die ersten Schritte in Richtung SuperCoop zu unternehmen. Mensch und Umwelt sollen in diesem Unternehmen vor dem Profit stehen. Die Verbraucher erhalten direktes Mitspracherecht, nicht nur bezüglich der Organisation, sondern auch betreffend der angebotenen Lebensmittel und damit ihres eigenen Ernährungssystems. Entsprechend groß wird die Transparenz ausfallen, der Blick hinter die Kulissen schafft Sicherheit und Vertrauen.

Die Wertschätzung für die angebotenen Lebensmittel soll steigen

Im SuperCoop soll es alles geben, was Mensch so braucht, um zu ordentlich zu leben. Kein eingeschränktes Sortiment also. Allerdings sollen die Waren hochwertig und trotzdem günstig sein, weil die Konsumenten sich selbst und ihre Arbeitskraft mit einbringen. Genossenschaftsteilhaber verpflichten sich, drei Stunden pro Monat in ihrem Geschäft zu arbeiten, zum Beispiel Regale einzuräumen oder zu kassieren. Das spart Geld. Niemand kann sich davon freikaufen, für alle gilt die schlichtweg die gleiche Regel. Durch die enge Zusammenarbeit soll eine feste Gemeinschaft entstehen und zugleich die Wertschätzung für die angebotenen Lebensmittel steigen.


100 Euro werden fällig, um in das Projekt einzusteigen. Mit diesem Betrag avancierst du zum Anteilseigner, der demokratisch mitbestimmen kann. Geringverdiener dürfen sogar weniger bezahlen. Der Food Coop in der US-Metropole New York macht es vor: Dort haben die Mitglieder sich darauf geeinigt, eine Kinderbetreuung in ihren Markt zu integrieren. Die zukünftige Entwicklung wird also ganz individuell ausfallen, je nachdem, was die Teilhaber sich wünschen. Spannend wird das allemal, aber ob es auch funktioniert?

Quelle: startnext.com

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