Uniti ist eine eher ungewöhnliche Firma auf dem Markt für Elektroautos. So wurde die Entwicklung des ersten Fahrzeugs per Crowdfunding finanziert. Automobilhersteller waren aber explizit von der Teilnahme ausgeschlossen. Stattdessen engagierten sich bekannte Namen aus anderen Branchen – etwa E.On, Kuka Robotics und Nvidia. Der deutsche Siemens-Konzern baut zudem die neue Fabrik, in der die Autos voll automatisiert zusammengebaut werden sollen. Das Ziel des Projekts: Ein Elektroauto für weniger als 20.000 Euro. Im vergangenen Jahr wurde das entsprechende Konzept vorgestellt, nun konnte der erste fahrende Prototyp präsentiert werden. Das Unternehmen liegt damit voll im Zeitplan, um im nächsten Jahr mit der Produktion und dem Verkauf der Fahrzeuge beginnen zu können. Wer möchte, kann schon jetzt für 150 Euro eine Reservierung erwerben.


Bild: Uniti Sweden AB

Die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 130 Stundenkilometern

Das nun vorgestellte Auto hat in etwa die Größe eines Smarts und wurde explizit für den Stadtverkehr konzipiert. Die Reichweite schwankt je nach Nutzung zwischen 150 und 300 Kilometern. Erreicht wird diese vor allem, weil das Auto extrem leicht ist. Durch den Einsatz von Leichtbaumaterialien konnte das Gewicht der gesamten Konstruktion auf lediglich 400 Kilogramm begrenzt werden. Hinzu kommt zudem natürlich noch der Fahrer. Den Angaben der Entwickler zufolge beschleunigt der Uniti One innerhalb von 3,5 Sekunden von 0 auf 80 Stundenkilometer. Die Spitzengeschwindigkeit wurde zudem auf 130 Kilometer pro Stunde begrenzt. Diese Maßnahme dürfte vor allem dazu dienen, den Akku nicht übermäßig zu belasten. Außerdem dürfte das Fahrzeug ohnehin nur vergleichsweise kurze Strecken auf der Autobahn zurücklegen.

Das Projekt begann ursprünglich an einer Universität

Der Uniti One soll sowohl als Zwei-, als auch als Viersitzer verfügbar sein. Außerdem kann die Ausstattung auf Wunsch variiert werden. Dementsprechend liegt der Verkaufspreis zwischen 15.000 und 20.000 Euro. Die Firma Uniti wurde erst im Jahr 2016 im schwedischen Lund gegründet. Ähnlich wie beim Streetscooter in Deutschland handelt es sich um eine Universitätsausgründung. Ausreichend finanziert scheint das Unternehmen inzwischen zu sein: Im Rahmen des Crowdfunding kamen immerhin 1,2 Millionen Euro zusammen. Hinzu kommen noch die Gelder aus den Vorreservierungen. Bisher wurden aber noch keine Angaben dazu gemacht, wie viele Bestellungen es bereits gibt. Seit Teslas Problemen mit dem Model 3 wissen wir zudem: Vor den großen Verkaufszahlen wartet zunächst zumeist noch die „Produktionshölle“.

Via: Uniti


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