Wendelstein Fusionsreaktor
Wendelstein Fusionsreaktor vom Max-Planck Institut.

Fusionsenergie gilt als einer der vielversprechendsten Nachfolger der Atomenergie da sie sauber ist und extrem viel Power liefern könnte, doch bislang ist es keinem Forscherteam gelungen, mehr Energie aus einer Fusion zu gewinnen als hineingesteckt wurde. Dies könnte sich schon in naher Zukunft ändern, denn hier in Deutschland am Max Planck Institut für Plasma Physik wird derzeit einer der neuesten und besten Fusionsreaktoren der Welt mit dem Namen Wendelstein 7-X gebaut. Was der Reaktor leisten soll und warum sich die Investition von 1 Milliarde Euro für den Fusionsreaktor auszahlen könnte, seht und lest ihr in diesem Beitrag bei uns auf Trends der Zukunft. 


Wendelstein 7-X: Der Fusionsreaktor aus Deutschland

Eine ganze Milliarde Euro kostet die Entwicklung des Wendelstein 7-X Fusionsreaktors und wenn man sich den Reaktor des Max Planck Institut für Plasma Physik einmal genauer ansieht fällt auf, dass es so einen Reaktor nur einmal auf der Welt geben kann. Allein die Form des Reaktors wirkt absolut bizarr, denn anstatt auf einen runden Ring zu setzen, sieht der Reaktor aus, als wäre er aus einem Science-Fiction Film entsprungen. Der 16 Meter breite Ring schlängelt sich verzerrt und verformt im Kreis, überall hängen Drähte und irgendwelche Module an den Aussenseiten der aussergewöhnlichen Reaktorkonstruktion in der 50 sechs Tonen Magnetspulen verbaut sind.

Wendelstein Reaktor im Aufbau
Wendelstein Reaktor im Aufbau.

Fusionshitze mittels Magneten kontrollieren

Insgesamt flossen über eine Million Arbeitsstunden in die Planung und den Aufbau von Wendelstein, der schon in diesem November gestartet werden soll. Der Reaktor selbst muss Temperaturen von mehr als 100 Millionen Grad Celsius standhalten. Dies entspricht dem 7-fachen des Kerns unserer Sonne. Eine enorm hohe Hitze also. Um das entstehende Gas mit enormer Hitze während einer Fusion zu kontrollieren, kommen Behälter ansich nicht in Frage. Genau deshalb greifen die Forscher zu den gigantischen Magnetspulen. Diese sollen die Gase von der Aussenwand des Reaktors fern halten. Kein Material der Welt wäre in der Lage diesen Temperaturen standzuhalten. Anbei seht ihr das Video zum neuen, milliardenschweren Wendelstein 7-X Fusionsreaktors des Max Planck Institut für Plasma Physik.


Wendelstein 7X Fusionsreaktor im Video

Quelle: Sciencemag

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1 Kommentar

  1. Roland

    14. Juni 2019 at 07:23

    Warum wird immer nur über die Extrem-Fusions-Technologie gesprochen die bis dato kein brauchbares Ergebnis geliefert hat, während die Energieausbeute beim LENR (Low Energy Nuclear Reaction) inzwischen in zig Labors weltweit und hunderten Versuchen erfolgreich war? Im Moment läuft ein Dauertest in Industriebetrieben in Japan. Hier werden Energien aus Vorgängen erzeugt, die Overunity-Faktoren von über 50 leisten. Es wird keinerlei radioaktive Strahlung emittiert !! Diese Geräte sind klein und können modular zu „Kraftwerken“ jeder Größe zusammengestellt werden. Die Forschung auf diesem Gebiet wurde Null gefördert und hat brauchbare Ergebnisse gezeigt. Darf das nicht sein, oder wie hat sich der Normalbürger die Ablehnung der Medien, darüber zu berichten, zu erklären? Ein recht gute Übersicht dazu findet man auf coldreaction.net

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