Wissenschaftler von der McMaster University konnten in einer aktuellen Studie nachweisen, dass das sogenannte Sprint-Intervall-Training (SIT), genauso positive Auswirkungen auf die Gesundheit und Fitness hat, wie kontinuierliches Training über einen Zeitraum von 50 Minuten. Das Sprint-Intervall-Training zeichnet sich durch kurze aber sehr intensive Einheiten aus, die mit längeren Pausen versehenen sind und um Übungen mit weniger Intensität ergänzt werden.


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Sprint-Intervall-Training (SIT) genauso effektiv wie moderates Ausdauertraining

Freunde, die darüber klagen, dass sie gern mehr Sport machen wollen und fitter werden möchten, allerdings nicht die Zeit dafür haben, haben nun keine Ausrede mehr. Das zumindest halten die Autoren der aktuellen Vergleichsstudie als Fazit im veröffentlichten Fachbeitrag im Fachmagazin „Plos one“ fest. Im Kern wurde analysiert, inwieweit kurzes intensives Training von wenigen Minuten genauso effektiv sein kann, wie Einheiten, die über 50 Minuten hinausgehen. Die Wissenschaftler untersuchten 27 Männer, die vor Beginn der Studie keine regelmäßigen Sporteinheiten durchführten. Per Zufall wurden die Männer dann in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe wurde darum gebeten ein Sprint-Intervall-Training zu absolvieren. Die andere Gruppe wurde zum Ausdauertraining „verdonnert“. Innerhalb eines Zeitraums von 12 Wochen mussten die Männer jeweils drei Mal die Woche an einer „Sitzung“ auf einem Fahrrad teilnehmen. Zusätzlich existierte auch noch eine kleinere Kontrollgruppe, bestehend aus Männern, die darum gebeten wurden in den 12 Woche keinen Sport zu treiben.


Der Übungsplan der Gruppe mit dem Sprint-Intervall-Training sah wie folgt aus: 120 Sekunden Warm-up, 20 Sekunden Sprint mit maximalem Einsatz, 120 Sekunden langsames Tempo zur Erholung, ein weiterer 20 Sekunden Sprint, wieder eine Erholung von 120 Sekunden, dann ein dritter Sprint über 20 Sekunden. Um sich abzukühlen, wurde danach noch eine 180 Sekunden andauernde langsame Calm-Down-Einheit vorgenommen. Das dazu im Vergleich herangezogene Ausdauertraining unterteilte sich hingegen in zwei Minuten Aufwärmen und einer anschließenden 45 minütigen Fahrt mit moderatem Tempo. Beides fand auf einem stationären Fahrrad statt.

Als die 12 Wochen vorbei waren, zeigten beide Gruppen beim sogenannten VO2 Spitzen-Test einen Anstieg um knapp 19 Prozent. Hierbei wird die höchste Sauerstoffmenge analysiert, die unser Körper alle 30 Sekunden beim Training verbraucht. Zudem unternahmen die Mediziner eine Muskelgewebe-Biopsie. Diese zeigte ebenfalls bei beiden Gruppen eine Verbesserung der Muskelfunktionen an.

Im Fazit kann festgehalten werden, dass ein Kompletttraining von zehn Minuten Dauer genügt um die gleiche Verbesserung der Fitness und Gesundheit zu erzielen wie ein über 50 Minuten lang moderat durchgeführtes Training.

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