In vielen Supermärkten sind die Gewächshäuser von Infarm bereits zu finden. Dabei handelt es sich um – ein wenig futuristisch aussehende – Glaskästen, in denen Kräuter und verschiedene Gemüsesorten direkt vor Ort angebaut und geerntet werden. Im Idealfall können die Supermärkte so Lebensmittel verkaufen, die gar nicht erst groß transportiert werden müssen. Zu den Kunden des Startups gehören unter anderem Edeka und Aldi Süd. Aktuell werden in den Supermärkten monatlich rund 500.000 Pflanzen geerntet. Noch immer aber übersteigt die Nachfrage das Angebot. Um weiteres Wachstum finanzieren zu können, hat sich Infarm daher nun neues Geld gesichert. Verschiedene Investoren – darunter unter anderem der Lichtensteiner Investor LGT Lightstone und die Duisburger Familie Haniel – steckten 170 Millionen Dollar in das Unternehmen.


Bild: Infarm

Moderne Technologie erhöht den Ertrag

Das Geld soll zum einen genutzt werden, um das bestehende Geschäft weiter auszubauen. Gleichzeitig wird aber auch viel Geld in eine neue Generation von Gewächshäusern investiert. Diese soll dann den gleichen Ertrag liefern wie ein Hektar Acker mit konventioneller Landwirtschaft. Möglich wird dies durch hochmoderne Technologien. So wird das Wachstum der Pflanzen automatisiert überwacht. Auf Basis dieser Daten wird dann auch die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen kontinuierlich optimiert. Das Unternehmen verspricht, auf diese Weise Lebensmittel mit weniger menschlichen Arbeitskräften, einem niedrigeren Energie- und Wasserverbrauch sowie einem geringeren Bedarf an Flächen anbauen zu können. Dies wiederum soll dazu beitragen, die Versorgung mit Lebensmitteln nachhaltiger zu gestalten.

Aktuell verdient das Unternehmen noch kein Geld

Das Geschäftsmodell des Unternehmens ist dabei ein wenig ungewöhnlich. Denn bisher bauen Landwirte Obst und Gemüse an und verkaufen die Produkte anschließend auf dem freien Markt. Infarm hingegen möchte „Landwirtschaft als Dienstleistung“ anbieten. Die Gewächshäuser verbleiben also im Besitz des Unternehmens und werden auch von den hauseigenen Experten betrieben und gewartet. Im Gegenzug müssen die Supermärkte eine Art Miete zahlen und dürfen dafür die geernteten Produkte übernehmen und verkaufen. Bisher allerdings wirft dieses Modell noch keine Gewinne ab. Das Startup wird daher auch in den nächsten Jahren zunächst noch auf das Geld von Investoren angewiesen sein. Ab dem Jahr 2023 soll die Technologie dann aber soweit sein, dass mehr Geld eingenommen als ausgegeben wird.


Via: Infarm

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