Elon Musk hat keine Angst vor unternehmerischen Risiken. Mit dem Elektroauto-Pionier Tesla wandelte er schon mehrmals am Rande der Zahlungsunfähigkeit. Stets gelang es dem Konzern aber noch rechtzeitig, neue finanzielle Mittel aufzutreiben. Inzwischen scheint der Autobauer das Gröbste überstanden zu haben: Er fährt seit mehr als einem Jahr Gewinne ein. An der Börse sorgt dies für eine gewaltige Euphorie. Obwohl Tesla bei den Absatzzahlen noch immer weit hinter den bekannten Massenherstellern zurückliegt, liegt der Börsenwert inzwischen bei knapp 500 Milliarden Dollar. Kein Autohersteller weltweit wird so hoch bewertet. Dies wiederum bleibt nicht ohne Auswirkungen auf das Vermögen von Firmenchef Elon Musk. Denn diesem gehört noch immer ein erheblicher Teil des Unternehmens.


Bild: JD Lasica from Pleasanton, CA, US / CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/2.0)

Jeff Bezos ist mit Abstand der reichste Mensch

Der aktuellen Version des „Bloomberg Billionaires Index“ zufolge hat sich Musks Vermögen seit Jahresbeginn um gewaltige 100,3 Milliarden Dollar erhöht. Verantwortlich dafür ist fast ausschließlich die Kursexplosion der Tesla-Aktie. So stieg diese an einem Tag um 6,5 Prozent – was das Vermögen des Gründers um stolze 7,2 Milliarden Dollar ansteigen ließ. Mit nun insgesamt 127,9 Milliarden Dollar belegt Musk in der Bloomberg-Liste der reichsten Menschen den zweiten Platz. Erstmals konnte er sich damit vor Microsoft-Gründer Bill Gates platzieren. Dieser galt lange Zeit als reichster Mensch der Welt, begann dann aber erhebliche Teile seines Vermögens zu spenden. An der Spitze des Rankings steht inzwischen Amazon-Boss Jeff Bezos mit einem Vermögen von 182 Milliarden Dollar.

Das Vermögen schwankt mit den Aktienkursen

Bei Musk und Bezos muss allerdings die Einschränkung gemacht werden, dass es sich keineswegs um Barmittel handelt. Vielmehr basiert ihr Vermögen zum größten Teil auf ihren Firmenanteilen. So gab Musk noch vor einigen Monaten im Rahmen einer Gerichtsverhandlung an, kaum über liquide Mittel zu verfügen. Das mag eine etwas übertriebene Darstellung gewesen sein. Der Fakt bleibt aber: Sein Reichtum basiert auf dem Wert der Firmen. Sollte etwa der Aktienkurs von Tesla in die Tiefe rauschen, würde dies auch Musks Vermögen erheblich schmälern. Wie schnell dies gehen kann, zeigt sich an einigen Beispielen aus Deutschland. So galt Anton Schlecker lange Zeit als Milliardär. Mit dem Ende der gleichnamigen Drogerie-Kette verschwand aber auch der größte Teil seines Vermögens.


Via: Bloomberg

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1 Kommentar

  1. vedder

    24. November 2020 at 19:04

    Das Vermögen schwankt ständig jeden Tag mit den Aktienkursen neu!
    Aktien sind keineswegs Barmittel (Geldscheine) mit denen auch bezahlt werden kann. Zuerst muss die Aktie verkauft werden, um wieder Geld zu bekommen. Das Vermögen bei Aktien basiert bloß auf den Firmenanteil. Aktien sind somit keine liquide Mittel. Die Wirklichkeit ist bei Aktien, dass der Reichtum auf dem Wert der Firmen basiert, wovon man Teilhaber (Aktienbesitzer) ist, ohne aber Einfluss auf die Firma-Politik zu haben. Sollten in der Firmenzentrale unfähige oder habgierige Chefs hantieren, kann der Aktienkurs auch plötzlich in die Tiefe rauschen. Mit Aktien kann gewettet und spekuliert werden. Es ist lediglich ein Spiel-Geld-Casino, was für die Finanzindustrie lebenswichtig ist. Mit jedem Kauf oder Verkauf von Aktien wird Rendite erschaffen.
    Das Vermögen kann also plötzlich sich erheblich wieder schmälern. Wie schnell dies gehen kann, zeigt sich an einigen Beispielen aus Deutschland, mit dem letzten Betrugsskandal beim Dax-Konzern Wirecard. Oder, die Drogerie-Kette Schlecker. Schlecker galt lange Zeit sogar als Milliardär. Mit dem Ende, verschwand der größte Teil seines Vermögens.

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