Die Energiespeicher von Tesla werden oft für Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien genutzt. Denn die Stromproduktion lässt sich bei Sonne und Wind nur schwer prognostizieren. Durch die Speichertechnologie können diese Schwankungen ausgeglichen werden und es kommt zu einer konstanten Einspeisung in die Netze. Etwas anders sieht die Situation bei Gezeitenkraftwerken aus. Hier lässt sich der Output relativ genau prognostizieren. Allerdings verläuft dieser naturgemäß schwankend, weil die Kraft von Ebbe und Flut über den Tag verteilt regelmäßig zu- und wieder abnimmt. Vor der schottischen Küste wurde daher nun erstmals ein Energiespeicher von Tesla mit einem Gezeitenkraftwerk verbunden. Der im Meer produzierte Strom kann so immer dann in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden, wenn die Nachfrage am größten ist.


Bild: Nova Innovations

Tesla ermöglicht eine konstante Einspeisung ins Netz

Das Kraftwerk selbst stammt allerdings nicht von Tesla, sondern wurde durch das Unternehmen Nova Innovations realisiert. Firmenchef Simon Forrest erklärt die Vorteile der Zusammenarbeit mit dem US-Konzern: „Dies kreiert eine konstante Stromquelle, die vollständig planbar ist und ausschließlich auf sauberen und nachhaltigen Ressourcen beruht.“ Konkrete Angaben wie groß der Energiespeicher von Tesla ist, wurden bisher noch nicht gemacht. Das Gezeitenkraftwerk selbst kommt aber auf eine Kapazität von 600 kW und ist direkt mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden. Ebenfalls vor der Küste Schottlands befindet sich das aktuell größte Gezeitenkraftwerk der Welt mit einer 2MW-Turbine. Die noch relativ neue Technologie konnte damit in den letzten Monaten einige Fortschritte erzielen. Zuvor allerdings hatte die Insolvenz des führenden Anbieters OpenHydro für einige Turbulenzen gesorgt.

Schottland gehört zu den Vorreitern der neuen Technologie

Die schottische Regierung setzt schon seit einigen Jahren große Hoffnungen in die Entwicklung von Gezeitenkraftwerken. Diese sollen in Zukunft einmal die riesigen Offshore-Windparks vor der Küste des Landes ergänzen. Auch das Projekt von Nova Innovations und Tesla wurde daher mit 272.606 Pfund staatlich gefördert. Der schottische Energieminister Paul Wheelhouse war bei der Einweihung der Anlage daher auch persönlich vor Ort und betonte das Potential der Technologie: Zunächst könnten durch Gezeitenkraftwerke vor allem abgelegene schottische Inseln mit Strom versorgt werden. Langfristig sollen die gefundenen Lösungen dann aber auch weltweit exportiert werden. Für Tesla stellt der Bereich der Stromspeicher einen lukrativen Markt dar: Schon jetzt hat das Unternehmen Speicher mit einer Kapazität von mehr als einem Gigawatt errichtet. Innerhalb der nächsten neun bis zwölf Monate soll sich dieser Wert zudem noch einmal verdoppeln.


Via: Electrek

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