Wir haben davon gehört, wie der Klimawandel die Antarktis beeinflusst und uns in einigen Jahrzehnten eine Überflutung großer Teile der Erde bevorstehen könnte. Doch als ob das noch nicht schlimm genug wäre, äußert sich der Klimawandel auch in anderen, kaum geahnten Veränderungen. So hat die westliche Antarktis zwischen 2009 und 2012 genügend Eismasse verloren, dass sich ein Einfluss auf das lokale Gravitationsfeld messen lässt, wie die Europäische Weltraumorganisation ESA herausgefunden hat.


Zwar ist der Effekt äußerst gering und reicht bei weitem nicht aus, dass die dort lebenden Tiere in das Weltall getrieben werden, allerdings ist es dennoch beeindruckend zu sehen, wie sich Dinge, die als konstant gesehen werden, ändern können. Problematisch ist weiterhin, dass der weitere Zusammenbruch der westantarktischen Gletscher aufgrund der Erderwärmung nahezu unaufhaltbar ist, was weder für den Meeresspiegel noch für das Gravitationsfeld eine gute Nachricht ist. Die Daten der ESA haben ergeben, dass die Antarktis seit 2011 um 223 Kubikmeilen geschrumpft ist. Das sind 2 ·1014 Liter, eine handelsübliche Badewanne fasst etwa 100 Liter.


Als gute Nachricht könnte man verbuchen, dass das Meereis der Antarktis über die letzten Jahre gewachsen ist. Leider ist dies kaum ein Indiz dafür, dass die Erderwärmung zurückgeht, sondern ist eher auf die Verkleinerung des Ozonlochs zurückzuführen, wodurch weniger UV-Strahlung auf die Erde durchgelassen wird.
Wer also immer noch nicht davon überzeugt ist, dass sich unsere Erde im Klimawandel befindet und als größten Nachteil die steigenden Benzin- und Energiepreise bemängelt, sollte erwägen, sich die Antarktis einmal anzusehen, solange Sie es noch gibt.

(via)

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