41,7 Grad Celsius – das ist bislang die höchste Temperatur, die seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland gemessen wurde. Und zwar im Juni 2026 in Neißemünde-Coschen im Südosten von Brandenburg. Waren solche Höchstwerte in den vergangenen Jahrzehnten noch die Ausnahme, entwickeln sie sich laut Wetterexperten mehr und mehr zur Regel. Für die Bundesbürger bedeutet das: Sie müssen lernen, mit der Hitze zu leben und sich auf Über-40-Grad-Tage einstellen. Dafür reicht es längst nicht mehr aus, viel zu trinken und ein paar Wasserflaschen mehr in den Kühlschrank zu stellen. Stattdessen ist im Alltag zunehmend der Griff zu funktionaler Kleidung gefragt. Nur gut, dass auch die Modeindustrie auf immer höhere Temperaturen im Sommer reagiert. So wird funktionale Fashion, die etwa einen Cooling-Effekt bietet, immer wichtiger. Die Tage in Deutschland werden heißer und heißer „36 Grad und es wird noch heißer…“. Als die Band 2raumwohnung im Jahr 2007 einen Song mit diesem Text veröffentlichte, waren Temperaturen über der 30-Grad-Celsius-Marke zwar keine Ausnahmeerscheinung mehr. Selten waren sie aber trotzdem. Zwar wurden im Hitzesommer 2003 Höchsttemperaturen von 40,2 Grad Celsius gemessen. In den folgenden Jahren blieben die Höchstwerte selbst an den heißesten Tagen jedoch unter 39 Grad Celsius. Erst am 25 Juli 2019 kletterte das Thermometer in der Bundesrepublik erstmalig über 41 Grad Celsius. Genauer gesagt, auf 41,2 Grad Celsius. Ein Temperaturrekord, der sich sieben Jahre lang halten konnte. Am 26. Juni 2026 meldete der Deutsche Wetterdienst dann einen neuen Höchstwert: 41,3 Grad Celsius. Einen Tag später zeigte das Thermometer bereits 41,5 Grad Celsius. Und noch einen Tag später war er da, der bislang heißeste Tag in Deutschland mit 41,7 Grad Celsius. Bekleidung mit UV-Schutz – das neue Must-have für den Sommer? Bei diesen Temperaturanstiegen verwundert es nicht, dass die Bundesbürger immer mehr ins Schwitzen kommen. Zwar helfen Deodorants sowie die Parfums von Lataffa dabei, unangenehme Schweißgerüche zu überdecken. Gegen die intensiven Sonnenstrahlen und die damit verbundenen Sonnenschäden schützt jedoch nur ein solider UV-Schutz. Das wissen auch mehr und mehr Modemacher, die ihre Kleidung darum immer häufiger mit einem integrierten UV-Schutz ausstatten. Diese UV-Bekleidung funktioniert nach einem einfachen Prinzip. Sie wird aus engmaschig gewebten, synthetischen Fasern hergestellt. Etwa aus Spandex, Polyester oder Nylon. Dadurch können die Materialien die UV-Strahlung blockieren sowie absorbieren. Je dichter das Gewebe dabei ist, desto besser fällt auch der Sonnenschutz aus. Insbesondere für Kinder, Senioren sowie Menschen, die im Sommer draußen arbeiten müssen, ist die UV-Schutzkleidung sinnvoll. Gleichzeitig eignet sie sich für Personen mit besonders heller und damit sonnenempfindlicher Haut. Hitzewellen dauern im Schnitt immer länger In Deutschland steigen seit einigen Jahren nicht nur die Temperaturen im Sommer. Auch die Anzahl der Hitzetage nimmt immer weiter zu. So wurden zwischen 1951 und 1990 nur in einem Jahr mehr als zehn heiße Tage gemessen. In den Jahrzehnten danach gab es dagegen in insgesamt 13 Jahren Tage, an denen das Thermometer mindestens 30 Grad Celsius anzeigte. Den bisherigen Rekord hält das Jahr 2018, das mehr als 20 Hitzetage für die Deutschen bereithielt. Kritische Stimmen sagen, bereits vor 50 Jahren habe es sogenannte Jahrhundertsommer gegeben. Etwa 1976, als eine außergewöhnliche Hitzewelle ganz Mitteleuropa ins Schwitzen brachte. Jedoch belegt eine 2026 veröffentlichte Studie der WWA (World Weather Attribution): Temperaturspitzen wie heute wären damals so gut wie unmöglich gewesen. Selbst bei einer vergleichbaren Wetterlage. Schließlich war das Temperaturniveau rund 3,5 Grad Celsius niedriger. Kleidung mit Cooling-Effekt – eine Entlastung an heißen Tagen Dass die Temperaturen inzwischen immer häufiger Spitzenwerte erreichen, liegt zum großen Teil am menschengemachten Klimawandel. Er könne laut Experten in den kommenden Jahrzehnten dazu führen, dass sich sowohl die Anzahl als auch die Intensität von Hitzewellen steigern. Extremwetterereignisse könnten demnach zur neuen Normalität werden. Ein Trend, auf den die Modeindustrie mit sogenannter Funktionskleidung reagiert. Die Studie „Consumer Report – Sommer.Sonne.Cooling Fashion“ aus dem Jahr 2025 zeigt dabei: Cooling Fashion – also Kleidung mit kühlendem Effekt – entwickelt sich von einem ehemaligen Nischenprodukt zu einem Zukunftsmarkt. Damit die Bekleidung tatsächlich kühlend wirkt, können verschiedene Methoden zum Einsatz kommen. So arbeiten einige Modelle mit integrierten Kühlelementen oder sogenannten Smart Fabrics. Diese atmungsaktiven Hightech-Fasern leiten den körpereigenen Schweiß schnell nach außen ab. Dadurch steigern sie den Verdunstungseffekt auf der Haut. Gleichzeitig können spezielle Polymere die Temperatur unterhalb der Kleidung beeinflussen. Dank ihnen funktioniert die Cooling Fashion ähnlich wie eine körpernahe Klimaanlage. Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter