Der britische Technologiekonzern Rolls-Royce ist nicht unbedingt für Kernkraftwerke bekannt, sondern viel eher für Luxusautos. Die drei Mini-Atomkraftwerke, die das Unternehmen nun in Schweden plant, fallen entsprechend »luxuriös« aus: Sie sind größer als üblich und dadurch auch teurer. Gegenüber den klassischen Meilern sparen sie aber immer noch jede Menge Geld, während sie eine hohe Leistung mitbringen. Atomkraft kommt in der Mini-Variante zurück Rumänien liegt mit den SMR-Planungen in Europa vorne Bislang existieren in Europa keine sogenannten Small Modular Reactors, kurz SMR. Am nächsten dran ist aktuell Rumänien, wo die Firma NuScale Power schon 2027 mit dem Bau anfangen möchte. Fortgeschritten sind aber auch schon die Planungen in Frankreich, Polen und UK. Schwedens Rolls-Royce-Projekt reiht sich nun in diese Perlenschnur ein, mit drei geplanten Reaktoren, die insgesamt 1.500 MW Leistung bringen. Vorher gab es Pläne mit einem große und einem kleinen Meiler, die dann aber bewusst in drei »mittelgroße« Reaktoren umgedacht wurden. Entstehen sollen die SMR auf der Halbinsel Värö nahe Göteborg, wo schon zwei noch laufende klassische Atomkraftwerke und zwei abgeschaltete Reaktoren stehen. Mitte der 2030 sollen die Reaktoren ans Netz gehen Die endgültige Investitionsentscheidung soll 2029 fallen, danach soll der erste Spatenstich erfolgen. Mitte der 2030er Jahre rechnen die Verantwortlichen mit der Fertigstellung. Die Kosten liegen bei geschätzten 3,5 Milliarden Euro – zum Vergleich: Ein einziges herkömmliches Kernkraftwerk kostet in der Herstellung 10 bis 30 Milliarden Euro. Der günstigere Preis gehört zu den größten Vorteilen der Mini-Reaktoren, ebenso wie die höhere Sicherheit und die Möglichkeit, sie an kleine Stromnetze anzuschließen. SMR können sich demnächst in Serie fertigen lassen, was den Endpreis für den einzelnen Meiler noch einmal senkt. Aus diesen Gründen entscheiden sich immer mehr Länder für eine Zukunft mit Atomenergie, nur eben etwas anders, als wir es aus der Vergangenheit kennen. Quelle: futurezone.at Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende. Facebook Facebook Twitter Twitter WhatsApp WhatsApp Email E-Mail Newsletter